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Bocholt

Bäume fallen für Kubaai-Projekt

Freitag, 29. Januar 2016 - 17:52 Uhr

von Volker Morgenbrod

Bocholt - Am Montag will die Stadt beginnen, entlang der Aa-Promenade rund 45 Laub- und Nadelbäume zu fällen, die dem Kubaai-Projekt im Wege stehen.

Foto: Betz

Blick vom Aa-Nordufer auf das Textilwerk im Kubaai-Gebiet. Um die Aa aufzuwerten, müssen Bäume fallen.

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Vom Auenpark über die Podiumsbrücke bis zum Wasserspielplatz: Alle Fördergenehmigungen lägen vor; die 22 städtischen Maßnahmen des Kubaai-Projekts seien "durchfinanziert", sagte Kubaai-Koordinator Udo Geidies im jüngsten Bauausschuss.

Insgesamt 15,2 Millionen Euro Zuschüsse stehen für die "Freiraummaßnahmen" des Großprojekts bereit: Umgerechnet auf die unterschiedliche Förderung muss die Stadt selbst hier etwa 8,2 Millionen Euro dazugeben.

Voraussichtlich in der März-Sitzung des Rates sollen die Abbrucharbeiten für die Gebäude auf dem Ibena-Grundstück vergeben werden. Und Geidies rechnet damit, dass die Stadt im April mit dem Abriss der Gebäude beginnen kann. Nach den Plänen soll auf dem Ibena-Gelände (Industriestraße) ein Bereich für Wohnen und Arbeiten entstehen.

In der Endplanung ist die große Podiumsbrücke, die die Museumsstandorte beiderseits der Aa verbinden soll. Geidies hofft, dass der Auftrag hierfür Mitte des Jahres vergeben werden kann.

Wie der Kubaai-Koordinator im Bauausschuss sagte, wird jetzt zudem der Förderantrag für das "Lernwerk" gestellt. Für 15,5 Millionen Euro will die Stadt das alte Herding-Gebäude in ein Haus für Kultur und Bildung umbauen, in das Volkshochschule, Musikschule und Stadtarchiv einziehen sollen. In einem Architektenwettbewerb gewann ein Entwurf, bei dem ein großer, transparenter Kubus in das alte Gemäuer der ehemaligen Textilfabrik ragt. Anders als bei der Umgestaltung der Aa (Freiraumplanung) ist das Lernwerk kein Regionale-Projekt. Und es wird sich zeigen, wie die Förderung hier aussehen wird.

"Einen Schritt weiter", so Udo Geidies, ist die Stadt beim neuen Bikepark, der mit altem Ibena-Boden auf dem Gelände der Radrennbahn gebaut werden soll. Inzwischen nämlich kümmere sich die städtische Ewibo um den Bikepark und stelle deshalb den wasserrechtlichen Antrag dafür, der laut Geidies "wohl auch so genehmigt wird". Der Koordinator berichtete im Ausschuss, dass sich zwei Anwohner beschwert hätten. Darauf werde der Kreis Borken - in Abstimmung mit der Stadt - antworten.

Ab Montag nun wird die Stadt erst mal die nördliche Aa-Promade zwischen Theodor-Heuss-Ring und Uhlandstraße sperren, um Bäume zu fällen. Dies passiert bis zum 5. Februar, dann wird die südliche Aa-Promenade "langfristig gesperrt", um auf dem Kubaai-Gelände arbeiten zu können.


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