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Bocholt

Hendrik Wüst siegt überdeutlich

Sonntag, 14. Mai 2017 - 22:33 Uhr

von BBV

Bocholt/Kreis Borken - Er war der Favorit und siegte deutlich: Der Rheder Hendrik Wüst (41) zieht erneut direkt in den Landtag ein. Schon kurz nach der ersten landesweiten Hochrechnung mit den CDU-Zahlen war klar, dass Wüst in seinem Wahlkreis gewinnen wird.

Foto: Sven Betz

Jubelnd begrüßen die Rheder Christdemokraten ihren erfolgreichen Abgeordneten Hendrik Wüst, der erfreut die Hände hebt.

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Beim letzten Mal holte er ihn mit 45,8 Prozent - trotz des damaligen CDU-Debakels. Jetzt mit Rückwind der Partei erreichte der Rheder 52,9 Prozent. Die Bocholter SPD-Herausforderin Nina Andrieshen kam auf 29,7 Prozent.

Der alte und neue Landtagsabgeordnete Hendrik Wüst hatte am Sonntagabend sichtlich Spaß am Ergebnis. Bereits am Freitag hatten ihn die letzten Prognosen optimistisch gestimmt. Allerdings sei es für ihn "eine große Überraschung, dass es so klar ausgefallen ist", sagte Wüst. Er freue sich auch für Armin Laschet und sein Team. Die CDU habe einen klaren Regierungsauftrag bekommen, den sie umsetzen werde. "Es ist noch etwas Zittern, welche Optionen es gibt." Vor einigen Wochen hätte er nicht an ein so klares Ergebnis geglaubt.

Zu den Gerüchten, er könnte NRW-Wirtschaftsminister werden, sagte Wüst: "Ich wäre nach wie vor überrascht." Dass er in Laschets Kompetenzteam gewesen sei, daraus dürfe man "nicht so viel ableiten".

Sozialdemokratin Nina Andrieshen indes war tief enttäuscht: "Es ist ein absolut schwarzer Tag, daran gibt es nichts schön zu reden. Wir haben uns ein anderes Ergebnis erhofft. Wir wussten vorher: Es wird knapp. Aber dass SPD und CDU jetzt so weit auseinanderliegen, ist natürlich bitter für uns." Ein "kleines Trostpflaster" ist für sie, dass ihr Erststimmenergebnis (29,7 Prozent) etwas über dem der SPD im Wahlkreis (28 Prozent) liegt.

Steigen bei dem schlechten SPD-Ergebnis nicht ihre Chancen, dass sie über die SPD-Landesliste (Platz 23) doch in den Landtag einzieht? Andrieshen: "Da muss man gucken, wie die Liste zieht. Aber wir haben für ein ganz anderes Ergebnis gekämpft. Ich würde mich ja freuen, wenn ich in den Landtag käme - aber nicht über diesen Weg."

Ganz andere Stimmung herrscht bei dem Freidemokraten, die im Land 12,7 und im Wahlkreis 11,3 Prozent erzielt haben. Ratsmitglied Burkhard Henneken bekennt: "Es ist ein Ergebnis, das wir uns erträumt haben. Die Arbeit der letzten Monate hat gefruchtet, die rot-grüne Landesregierung wurde ganz klar abgewählt."

Der Bocholt Markus Krafczyk (Freie Wähler) wäre wegen eines guten Landeslistenplatzes in den Landtag gekommen, wenn seine Partei die Fünf-Prozent-Hürde geknackt hätte. Doch das ist weder im Land noch im Wahlkreis passiert. Krafczyk (1,8 Prozent) nimmt es hin: "Der Wähler hat entschieden."

Die Bocholter Grünen-Kandidatin Monika Ludwig (4,6 Prozent) zeigte sich am Abend ziemlich enttäuscht: "Schade, dass wir mit unseren Themen nicht durchgekommen sind." Ludwig glaubt, die Grünen seien "zwischen den beiden großen Parteien zerrieben worden".

Schlechter als im Land schnitt die AfD im hiesigen Wahlkreis ab. Sie erreichte hier 4,7 Prozent und in Bocholt 5,2 Prozent. Linke und Piraten spielen auch bei uns derzeit keine Rolle.

Autoren: Sabine Hecker und Volker Morgenbrod

Foto: Sven Betz


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