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Bocholt

Stadt lässt Kleingärten am Messinggelände abreißen

Freitag, 17. Februar 2017 - 16:42 Uhr

von Jochen Krühler

Bocholt - Die Stadt hat damit begonnen, südlich des Messinggeländes einen Teil der Kleingartenanlage An der Alten Aa zu roden. Die rund 10.000 Quadratmeter große Fläche hatte der Kleingartenverein eingebüßt. Sie soll künftig Teil des geplanten Wohnbaugebietes zwischen ehemaligem Yupidu und früherer Feuerwache werden.

Foto: Betz

Ein Bagger ist damit beschäftigt, die Sträucher auf dem bisherigen Gelände des Kleingartenvereins An der Alten Aa zu roden. Die Lauben im Hintergrund werden abgerissen. Foto: Sven

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29 Parzellen auf dem nordöstlichen Zipfel der Kleingartenanlage werden verschwinden, teilt die Stadtverwaltung auf BBV-Anfrage mit. Pflanzen und Sträucher werden gerodet, die Lauben abgerissen. Zudem soll ein Zaun entstehen, der das künftige Baugebiet von der restlichen Kleingartenanlage abgrenzen wird. Die Vereinsanlage hatte bislang eine Gesamtfläche von mehr als 100 000 Quadratmetern.

Fotos

Abrissarbeiten auf Messinggelände

Freitag, 17. Februar 2017
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Als Gegenleistung für die Parzellen zahlt die Stadt den Pächtern des Schrebergartens eine Entschädigung. Die Zahlungen seien mittlerweile angewiesen worden, teilt die Stadt mit.

Der Spielplatz nördlich des Vereinsheims, der bislang auf dem Gelände des Kleingartenvereins stand, wird künftig Teil des Wohngebietes und damit öffentlicher Spielplatz sein. Die Stadt übernimmt damit auch die Pflege des Spielplatzes. Außerdem sollen dort neue Spielgeräte aufgestellt werden. Genutzt werden dürfe der öffentliche Spielplatz auch weiterhin von Kindern des Kleingartenvereins, heißt es.

Im Bebauungsplan gilt das Gelände jetzt als Mischgebiet - und das hat mögliche Auswirkung auf das Vereinsheim des Kleingartenvereins. Dort gebe es nun die baurechtliche Voraussetzung zur Zulassung einer Gaststätte. Ein möglicher neuer Betreiber hätte zumindest im Baurecht dann keine Probleme mehr, eine Zulassung zu bekommen, heißt es.

In der Planung des Messinggeländes laufe zurzeit die frühzeitige Bürgerbeteiligung, teilt die Stadt mit. Die Firma Immo Invest, die auf dem Gelände das "Weber-Quartier" errichten will, hatte zuletzt angekündigt, gegen einen provisorischen Parkplatz auf dem benachbarten Gelände der alten Feuerwache klagen zu wollen. Eine entsprechende Klage sei bislang nicht eingegangen, teilt die Stadt auf Anfrage mit.


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