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Bocholt

Wohnhäuser auf Supermarkt-Dach am Ostwall geplant

Dienstag, 16. Mai 2017 - 17:33 Uhr

von Ludwig van der Linde

Bocholt - Das Projekt hat es in sich: Für rund 33 Millionen Euro entsteht an der Ecke Ostwall/Augustastraße auf dem ehemaligen Pauligk-Gelände und dem jetzigen Rewe-Markt Lütfring ein Mehr-Generationen-Quartier. Auf dem Dach des dann neuen und größeren Rewe-Marktes werden vier Häuser mit insgesamt 83 Mietwohnungen gebaut.

Foto: Baukonzepte Hüls

So sollen die Ostwall-Terrassen der firma Baukonzepte Hüls einmal aussehen.

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Andreas Hüls stellte die Pläne für die "Ostwall-Terrassen" am Dienstagabend in der Sitzung des Bauausschusses vor. Baubeginn soll Anfang Oktober sein, berichtete der Chef der Firma Hüls Baukonzepte GmbH. Dann rollen die Bagger an und heben auf dem rund 6500 Quadratmeter großen Grundstück eine Tiefgarage für 140 Stellplätze aus.

"Viele wollen wieder in der Stadt wohnen mit kurzen Wegen zu Ärzten oder Nahversorgern", sagte Hüls vorab im BBV-Gespräch. Das werde hier umgesetzt. Der "Schlüssel" des Projektes sei ein neuer, fast doppelt so großer Rewe-Markt im Erdgeschoss mit einer Verkaufsfläche von gut 1850 Quadratmetern. "Die dazu gehörenden 82 Parkplätze werden größtenteils überdacht sein, sodass man sowohl bei Regen als auch bei Hitze problemlos einkaufen kann", sagt Hüls.

Auf das Dach des Lebensmittelmarktes setzt der Unternehmer vier Baukörper, die durch breite und bepflanzte Wege miteinander verbunden sind, und die Namen "Haus Ostterrassen", "Haus Westterrassen", "Haus Central" und "Haus Ronde" tragen.

Auf diesem Dach gibt es im ersten Obergeschoss auch eine große Sonnenterrasse mit Liegen und Bänken für alle künftigen Mieter. "Es entsteht ein Wohnpark, ähnlich wie in einer Hotelanlage", sagte Hüls, wobei der Mieter nicht das Gefühl haben soll, sich auf einem Dach zu befinden. Eine Schallschutzwand aus Glas werde den Verkehrslärm vom Ostring abhalten.

In diesem ersten Obergeschoss befindet sich neben den Sozialräumen für den Rewe-Markt, vier Gewerbeeinheiten und einer Tagespflegeeinrichtung auch ein Service-Point. Hier können die Mieter nicht nur Pakete aufgeben oder abholen, sondern auch Autos (Carsharing) oder Fahrräder mieten, die auf dem Hof stehen, oder einen Blumen-Gieß-Service in Anspruch nehmen.

Die Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern sowie die insgesamt elf Penthäuser im dritten und vierten Geschoss haben eine Größe von 50 bis 145 Quadratmetern. Rund 20 Wohnungen sind dabei nach dem Lobby-Konzept aufgebaut, das sich beim Bauprojekt "Residenz am Sandbach" bewährt habe, sagte Hüls. Für jeweils vier bis sechs Wohnungen steht dabei ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. "Den können die Mieter nutzen, um zum Beispiel gemeinsam Fußball zu gucken oder zu kochen. Sie müssen das aber nicht", betont Hüls. Diese Mikro-Nachbarschaft solle dazu beitragen, Begegnungen zu ermöglichen und die Anonymität aufzubrechen. Dieses Lobby-Konzept sei im Grunde genommen durchgängig in den Ostwall-Terrassen zu finden. Hüls: "Jeder möchte zwar individuell wohnen, aber keiner will einsam sein."

Für die Pläne erhielten Andreas Hüls und seine Projektentwicklerin Isil Celiktepe-Arslan gestern Abend von Mitgliedern des Bauausschusses und von der Stadtplanerin Andrea Döring viele Komplimente.

Foto: Sebastian Renzel

So sieht das Grundstück mit dem Rewe-Markt und dem ehemaligen Pauligk-Gelände zurzeit aus. Foto:

Fotos

Baupläne für Ostwall-Terrrassen vorgestellt

Dienstag, 16. Mai 2017
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