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Hamminkeln

Mehr Licht im dunklen Kirchenschiff

Freitag, 19. Mai 2017 - 15:59 Uhr

von Stefan Pingel

Hamminkeln-Ringenberg - Mehr Licht, eine sichere Elektrik und barrierefreie Zugänge für ältere oder behinderte Menschen: Der Christus-König-Kirche Ringenberg stehen damit im Sommer größere Umbauarbeiten bevor. Ab dem 10. Juli wird die Kirche für zwei Monate geschlossen. Insgesamt werden die Kosten auf rund 300000 Euro geschätzt.

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Im Sommer wird die Christus-König-Kirche für größere Umbauarbeiten geschlossen. Foto:

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Dazu kommt noch die Reinigung der Orgel, die von Feuchtigkeit und leichtem Schimmel angegriffen ist.

Probleme gibt es schon länger mit der Elektrik im Kirchenschiff, sagt Albert Herschbach vom Kirchenvorstand. Man habe die Fehler nie wirklich gefunden, weiß aber, dass die jetzigen Leitungen 30 Jahre alt sind. Unter anderem gebe es nur zwei FI-Schutzschalter, die vor gefährlichen Stromschlägen schützen sollen. Als Dienstgeberbeauftragter für Gesundheit und Arbeitsschutz im Kirchenvorstand sei das für ihn nicht haltbar. Schon Pfarrer Ludger Schneider habe in dieser Beziehung gesagt, dass in Ringenberg etwas getan werden müsse, sagt Herschbach.

Diese Arbeiten an der Elektrik stehen jetzt an. Die komplette Elektroinstallation soll erneuert werden. Das betrifft auch die Beleuchtung. Auch die Helligkeit ist ein großes Problem in der Kirche, sagt Herschbach. So gibt es aktuell 30 Lux, um das Gebetbuch zu lesen. Viel zu wenig, wenn die Augen nicht mehr so gut sind. 90 Lux sollen es am Ende sein. Und auch die Lichtquellen müssen im Kirchenschiff und Chorraum verändert werden, so Herschbach. Denn das Licht fällt zum Beispiel nicht in den Chor rein, sondern "gegen die Augen". Ähnlich im Dunkeln liegen auch die "Arbeitsplätze" der Geistlichen, zum Beispiel der Ambo, weil es von oben kein Licht gibt. Das soll sich nach dem neuen Beleuchtungskonzept ändern, sagt Herschbach. Um später die Leuchtmittel entsprechend wechseln zu können, sollen in der Decke außerdem Öffnungen geschaffen werden, um von dort aus arbeiten zu können.

Außerdem soll der Kirchraum barrierefrei gestaltet werden. "Wer mit dem Rollstuhl in die Kirche kommt, muss an der Wand stehen", beschreibt Herschbach den aktuellen Zustand. Ältere oder behinderte Menschen sollen wieder ins Geschehen rücken. Dazu wird ein Teil der Sitzbänke zurückgebaut. Und der Seiteneingang der Kirche bekommt einen automatischen Türöffner.

Auch die Taufkapelle wird wieder umgebaut und bekommt eine Rampe für Rollstuhlfahrer. Früher habe man das Taufbecken entfernt und dort Bänke reingestellt, erklärt Herschbach. Das solle jetzt wieder rückgängig gemacht werden. Und bei solch umfangreichen Arbeiten muss abschließend natürlich noch ein Innenanstrich erfolgen.

Während der Arbeiten ist die Christus-König-Kirche geschlossen. Die Sonntags- und Werktagsmessen werden im Ringenberger Pfarrheim gehalten. Beerdigungen und Taufen finden in der Dingdener Pfarrkirche statt.


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