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Rhede

Durchsuchung bei Rheder "Reichsbürger" nach Unfallflucht

Mittwoch, 14. Juni 2017 - 15:00 Uhr

von Sebastian Renzel

Rhede - Die Polizei hat am Dienstag die Wohn- und Geschäftsräume eines Rheder Spediteurs durchsucht. Grund dafür war eine Unfallflucht im Dezember letzten Jahres. Die Einsatzkräfte waren mit einem größeren Aufgebot vor Ort - der Fahrzeughalter und die Familienmitglieder seien der Reichsbürgerszene zuzurechnen, teilt die Polizei mit.

Foto: Colourbox.de

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Laut Polizei entstand bei der Unfallflucht im Dezember in Münster ein Sachschaden von rund 1000 Euro. Die Ermittlungen führten zu dem Lkw des Rheder Spediteurs. Da er allerdings keine Angaben zu der Sache machte, wurde bei der Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss beantragt, der am Dienstag vollstreckt wurde.

Der Spediteur und seine Familie sind laut Polizei der Reichsbürgerszene zuzuordnen. "Da ein dementsprechendes gewaltbereites Verhalten zu erwarten war, wurde der Einsatz aus Eigensicherungsgründen mit verstärkten Polizeikräften durchgeführt", heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Der Spediteur und sein erwachsener Sohn wurden während der Durchsuchung "zur Verhinderung von Störaktionen" auf die Rheder Wache gebracht. Dabei leistete der Sohn Widerstand und beleidigte die Polizisten, heißt es.

Bei der Durchsuchung waren ein Gemeindebeamter und die Frau des Rheders als Zeugen anwesend. Die Polizei stellte nach eigenen Angaben umfangreiches Beweismaterial sicher, das aber noch ausgewertet werden müsse. Außerdem ergaben sich Hinweise auf massive Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften, heißt es in der Mitteilung weiter.

Zunächst stellten die Beamten auch zwei Schusswaffen sicher. Allerdings stellte sich später heraus, dass es sich um Dekorationswaffen handelte, teilt die Polizei mit.


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