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Rhede

Neuer Awo-Kindergarten ist voraussichtlich erst im Oktober bezugsfertig

Freitag, 19. Mai 2017 - 18:08 Uhr

von Sabine Hecker

Rhede - Mit dem Awo-Kindergarten in Rhede dauert es noch: "Gesetzter Termin ist der 1. Oktober", sagt Reinhard Schneider, Leiter des städtischen Fachbereichs Bildung und Soziales. Ziel der Verwaltung war ursprünglich, den 1,2 Millionen Euro teuren Neubau rechtzeitig zum Start des neuen Kindergartenjahres am 1. August fertigzubekommen.

Foto: sh

Der Rohbau des künftigen Awo-Kindergartens an der Mittelmannstraße ist fast fertig. Die Dachdecker haben mit der Arbeit auf dem Flachdach begonnen. Das kleine Bild zeigt, wie das Haus aussehen soll. Illustration: Architekturbüro Mischo/Foto

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Im künftigen Awo-Kindergarten tummelt sich schon Nachwuchs, obwohl der Neubau an der Mittelmannstraße noch nicht fertig ist. Auf einem Stützpfeiler brütete seit einer Weile eine Taube, inzwischen sind die Jungen geschlüpft. Von den Bauarbeiten um sich herum lässt sich die Taubenmama nicht stören. Und den Baufortschritt behindert das Nest derzeit auch nicht.

Bis die ersten Kinder ins Gebäude einziehen, dauert es allerdings noch etwas. "Gesetzter Termin ist der 1. Oktober", sagt Reinhard Schneider, Leiter des städtischen Fachbereichs Bildung und Soziales. Ziel der Verwaltung war ursprünglich, den 1,2 Millionen Euro teuren Neubau rechtzeitig zum Start des neuen Kindergartenjahres am 1. August fertigzubekommen. Dieser Plan war allerdings von Anfang an mit einem Fragezeichen versehen gewesen. Die Stadt arbeitet derzeit an einer Alternative für die ersten Wochen der neuen Kindergartengruppe, sagt Schneider.

Gleichwohl weisen Architekt Thomas Mischo und Daniel Rensing von der Verwaltung darauf hin, dass das Projekt Kindergarten gut laufe. Es werde nach einem "äußerst engen Zeitplan" abgewickelt. Denn seit im vergangenen Sommer klar war, dass Rhede mehr Kindergartenplätze braucht, musste es schnell gehen. Architekt Mischo bezeichnet es als "stramme Leistung", in knapp elf Monaten vom politischen Beschluss (im November) bis zur Fertigstellung (im Oktober) zu kommen. Das sei auch angesichts der derzeitigen Situation im Bausektor zügig. Die gesamten Bauleistungen seien bereits vergeben. "Für einen öffentlichen Auftrag - Chapeau", fügt Mischo hinzu.

Seit knapp drei Monaten laufen die Arbeiten für den neuen Kindergarten in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt. "Wir sind kurz vor der Fertigstellung des Rohbaus", sagt Architekt Mischo bei einem Ortstermin. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen des aufgeweichten Bodens im März laufe inzwischen alles nach Plan. Der ehemalige Hausmeister-Bungalow an der Mittelmannstraße wurde entkernt und ist Teil des Neubaus.

"Der Neubauteil ist wesentlich größer", sagt Rensing. Um das zweieinhalbfach an Fläche sei hinzugekommen, sodass bald 570 Quadratmeter zur Verfügung stehen. In der ersten Etage ist Platz für zwei Kindergartengruppen und auf dem Dach Platz zum Aufstocken. "Wir können auf bis zu vier Gruppen erweitern", ohne in den laufenden Betrieb einzugreifen, sagt Reinhard Schneider. Platz für Treppenhaus und Aufzug ist da.

Der Eingang befindet sich im Altbau. Dort gibt es zudem Schlafmöglichkeiten für die Kinder, das Leitungsbüro und eine Kommunikationszone für die Eltern. Eine Lichtkuppel ist geplant. Die Räume im Haus sollen laut Mischo "sehr offen und transparent" werden und die Flure zugleich Aufenthaltscharakter haben. Neben der Küche gibt es einen großen Spiel- und Differenzierungsraum mit einer mobilen Raumtrennwand und großen Fensterfronten, zwei Gruppen- mit Nebenräumen und ein Bad mit "Schlammschleuse". Und natürlich den Außenbereich, der im Herbst bepflanzt werden soll.

Ausweichquartier: Musikschule?

Die Verwaltung ist derzeit auf der Suche nach alternativen Räumen für die neuen Kindergartenkinder. Die müssen im August und September in ein Provisorium ziehen, bis der Neubau fertig ist. Als mögliches Ausweichquartier ist das benachbarte Musikschulgebäude in der Diskussion. Ein erstes Gespräch mit dem (wenig begeisterten) Musikschulverein habe es bereits gegeben, sagt Sozialfachbereichsleiter Reinhard Schneider. Er habe dem Verein aber zugesagt, noch Alternativen zu prüfen. Die Verwaltung werde versuchen, "die Belastung so gering wie möglich zu halten", aber sie müsse eine Übergangslösung finden.

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