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Rhede

Rettungstreffpunkte im Rheder Wald aufgestellt

Freitag, 19. Mai 2017 - 16:35 Uhr

von Sabine Hecker

Rhede - Im Prinzenbusch gibt es jetzt Rettungspunkte, im in Vardingholt ebenfalls. Die Fürstliche Verwaltung bestückt ihre Wälder derzeit mit solchen Schildern, die im Notfall Helfern die Orientierung im Wald vereinfachen sollen. Die Schilder stehen an markanten Punkten - wie beispielsweise an der sogenannten "Rentnerhütte" am Hoxfelder Weg - und sind für Rettungskräfte und Feuerwehrleuten gut zu erreichen.

Foto: Sabine Hecker

Stefan Dalhaus (links) und Revierförster Rolf Schwartke von der Fürstlichen Verwaltung vor dem Rettungspunkt, der seit zwei Tagen am Hoxfelder Weg steht.

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In vielen Wäldern gibt es bereits solche Punkte, die ursprünglich für Waldarbeiter und Forstleute gedacht waren, sagt Revierförster Rolf Schwartke. Denn die Arbeit im Forst sei gefährlich und immer wieder verunglückten leider Waldarbeiter. Damit ihnen schnell geholfen werden kann, sei das System der Rettungspunkte entwickelt worden - von dem auch Spaziergänger, Radler oder Jogger im Wald im Notfall profitierten.

Schwartke erinnert sich an einen Fall, der zum Glück bereits länger zurückliege. Da sei ein Waldarbeiter im Prinzenbusch verunglückt. "Der Rettungswagen ist in Sichtweite vorbeigefahren" aber es habe gedauert, bis er den Verunglückten gefunden habe. Dank der Rettungspunkte soll das einfacher werden. "Unsere Mitarbeiter kennen die Punkte", sagt Schwartke. Und da die Forstarbeiter immer zu zweit unterwegs sein, könnte einer Hilfe holen.

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Treffpunkte für den Notfall eingerichtet

Bevor jetzt die Schilder aufgestellt wurden, sei getestet worden, dass an den Rettungspunkten Handyempfang möglich ist, sagt Stefan Dalhaus, Mitarbeiter der Fürstlichen Verwaltung. Denn auch in Zeiten von Smartphones gibt es im Wald ein Problem: Nicht überall funktioniert der Empfang. "Wir haben überall die Netze verschiedener Anbieter getestet", berichtet Dalhaus. Zumindest der Notruf 112 zwei sei möglich. Auf jedem Schild stehe die Nummer des jeweiligen Punktes, für den die Koordinaten bei Polizei und Rettungsdiensten hinterlegt sind. An der "Rentnerhütte" beispielsweise ist der "Rettungstreffpunkt 12-RHE-01". Wer durch den Wald laufe oder fahre, sollte auf solche Schilder achten. Es gebe auch eine App (Hilfe im Wald), auf der deutschlandweit Rettungspunkte verzeichnet seien, sagt Dalhaus.

Rettungspunkte

Zum Gebiet der Fürstliche Verwaltung gehören rund 4000 Hektar Privatwald in den Kreisen Borken und Ahaus. Laut Mitarbeiter Stefan Dalhaus werden in den Wäldern 36 Rettungspunkte aufgestellt. Im BBV-Verbreitungsgebiet sind das vier in Rhede, einer in Bocholt, zwei in Hamminkeln und sieben in Isselburg.


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