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Lokaler Sport

Bocholter Radprofi Phil Bauhaus sorgt weiter für Furore

Freitag, 19. Mai 2017 - 17:52 Uhr

von Matthias Grütter

Bocholt/Tortona - Zum Giro-Auftakt Platz zehn, dann Rang fünf auf der fünften Etappe, am Donnerstag Platz vier auf dem zwölften Teilstück bei der Ankunft in Reggio Emilia: Der Bocholter Jung-Profi Phil Bauhaus (Team Sunweb) nähert sich bei seiner ersten Grand Tour Stück für Stück dem Podium. Am Freitag landete er auf Platz 11.

Foto: Team Sunweb

Am Freitag kurz vor dem Start der 13. Etappe des 100. Giro d’Italias: Der 22-jährige Bocholter Phil Bauhaus (links), der tags zuvor den vierten Platz belegt hatte, und sein Sunweb-Teamkollege Tom Dumoulin aus den Niederlanden, der das Rosa

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Der Bocholter Jung-Profi nahm am Tag nach seinem Husarenritt vom Donnerstag mit Platz 4 bei der großen Schleife in Italien Stellung: "Ich habe mich auf dieser Etappe eigentlich nicht so gut gefühlt und habe überlegt, vielleicht lieber lockerzumachen. Aber da es bei diesem Giro wohl nur noch zwei Chancen für Sprinter gibt und gab, auf der 12. und der 13. Etappe, dachte ich mir: Jede Chance nutzen. Das hat am Ende ja auch gut geklappt."

Weiter sagte der Jung-Profi, der auf einer Grand Tour ein sehr überzeugendes Debüt gibt: "Dieser vierte Platz ist super. Ab den letzten drei Kilometern bin ich ja immer auf mich alleine gestellt. Das ist dann alles etwas schwieriger. Auf der 13. Etappe ist die letzte Chance auf ein Ergebnis für mich. Noch einmal ein Platz in den Top Ten wäre cool", teilte er am Freitag vor dem Start mit. Bauhaus hatte dieses Mal keine Chance auf den Podestplatz, wurde aber starker Elfter, wie schon bei der dritten Etappe. Gestern ging es über 167Kilometer - auf einer ausgesprochenen Flachetappe - von Reggio Emilia nach Tortona. Der Kolumbianer Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) feierte seinen vierten Etappensieg.

Nach Abschluss der zweiten von drei Giro-Wochen bilanzierte Bauhaus: "In den Bergen musste ich schon ganz schön leiden. Da wird echt schnell gefahren. Bis jetzt konnte ich mich aber immer in einer sicheren Gruppe ins Ziel retten." Weiter sagte der 22-jährige Bocholter: "Ich merke, dass ich immer näher an die Sprintsieger heranrücke." Dabei hatte Bauhaus zu Beginn der mit 229Kilometer längsten und 12. Etappe der 100. Italien-Rundfahrt gar kein so gutes Gefühl gehabt. "Ich habe mich am Anfang nicht toll gefühlt, aber zum Glück wurden die Beine immer besser." Der Bocholter hatte zunächst für seinen Teamkollegen, den Gesamtführenden Tom Dumoulin aus den Niederlanden, gearbeitet, der Freitag das rosa Trikot verteidigte.

Im Finale erhielt der Sunweb-Neuzugang erneut "freie Fahrt", stellte seine Sprint-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis und verkaufte sich als Einzelkämpfer prima. Das sah auch der Bocholter Routinier Marcel Sieberg (Lotto Soudal) so, der seinen jungen Kollegen auf Twitter lobte: "Ihm gehört die Zukunft. Erste Grand Tour - schon sprintet er um den Sieg mit, und das ohne Sprintzug", so der wie Bauhaus in Bocholt wohnhafte Sieberg. Bauhaus bedankte sich für die warmen Worte und fügte an. "Ich habe noch viel Arbeit vor mir." Dem stimmte Sieberg zu. "Alles Schritt für Schritt." Für den jungen Sunweb-Sprinter wäre der nächste Schritt ein Podiumsplatz beim Giro d’Italia. Viel fehlt nicht mehr.

Am Wochenende zwei Bergetappen

Am Sonntag steht bei der Jubiläums-Ausgabe des Giro d’Italias wieder eine schwere Bergetappe an. Von Castellania nach Oropa - dort ist eine Bergankunft - sind aber "nur" 131 Kilometer zu fahren. Allerdings geht es fast stetig bergauf, besonders auf den restlichen rund 30 Kilometern - Gift für die Sprinter. Am Sonntag sind auf den 199 Kilometern von Valdengo nach Bergamo zwei härtere Berge zu erklimmen. Zum Ziel hin, auf den restlichen 30 Kilometern, dürfte es aber deutlich entspannter werden.


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