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Lokaler Sport

Borussia Bocholt zieht Lizenzantrag zurück

Donnerstag, 13. April 2017 - 17:28 Uhr

von Björn Brinkmann

Foto: Christian Klumpen

Helena Sangs (rechts) wird mit den Frauen von Borussia Bocholt auch in der neuen Saison in der Regionalliga spielen.

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Neben dem fehlenden Kunstrasenplatz, der vom DFB gefordert wird, sei es insbesondere die Kabinensituation, die völlig unzureichend sei und nicht einmal in Ansätzen den Anforderungen für Bundesligafußball entspricht. "Wir hatten schon Anfang des Jahres, als wir den Antrag gestellt haben, große Bedenken", sagte Peschkes.

Der 19. März habe dann sehr deutlich gezeigt, zu welchen Situationen es kommen kann. An diesem Sonntag standen vier Heimspiele auf dem Programm, aber es standen nur die zwei Umkleidekabinen des Vereins zur Verfügung. Die Situation führte dann zu Unmut, sowohl bei den Gastvereinen als auch bei den Mannschaften der Borussia. "Es waren chaotische Zustände", so Peschkes.

Da eine Änderung der Situation kurzfristig nicht in Sicht sei, habe sich der Vorstand nun entschlossen, den Lizenzantrag zurückzuziehen. "Das Bild, das wir an solchen Tagen abgeben, ist desaströs. Das wollen wir dem Verein und der Stadt nicht antun. Unsere Anlage ist einfach zu klein für so viele Mannschaften", sagte Peschkes, zumal zwei Stunden vor und zwei Stunden nach einem Bundesliga-Spiel keine andere Partie auf der Anlage bestritten werden dürfte.

Die Stadt sei bemüht, könne aber auch keine Abhilfe, beispielsweise durch Umkleidemöglichkeiten in der Euregiohalle, schaffen. "Die wird ja auch noch vom Tanzsportverein und von den Volleyballern genutzt", so Peschkes.

Der stellvertretende Vorsitzende Maximilian Schröer teilte die Entscheidung am Mittwochabend Trainer Dennis Kallwitz mit, der natürlich etwas enttäuscht war. "Man kann versuchen etwas zu verändern, was nicht funktioniert. Der Vorstand muss das aber letztendlich entscheiden, ob das möglich ist. Wenn er zu dem Entschluss kommt, dass das nicht geht, muss ich das so hinnehmen", sagte er.

An den sportlichen Zielen werde sich dennoch nichts ändern. Sein Team strebe in der Regionalliga den maximalen Erfolg an. Nach einer Schwächephase kehrte die Borussia zuletzt in die Erfolgsspur zurück. Der Tabellenfünfte hat derzeit drei Punkte Rückstand auf den möglichen Platz zwei und neun Zähler Rückstand auf Spitzenreiter 1. FC Köln II.

Natürlich dürfte der Vorstandsbeschluss auch die eine oder andere Spielerin enttäuschen. Dass er die Planung für die neue Saison verändert, glaubt Kallwitz aber nicht.


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