
Abgrabungs-Gegner formieren sich zum Widerstand
Bocholt - Rund 200 Gegner der geplanten Kies- und Sandabgrabung in Suderwick trafen sich im Kolpinghaus. Auf Einladung der deutsch-niederländischen Bürgerinitiative „Dinxperwick“ überlegten Politiker, Landwirte, Naturschützer und Anwohner, wie sie den Kiesabbau auf Bocholter Gebiet verhindern können.
In einem kurzen Film berichtete Dr. Leo Rehm, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Eden-Niederrhein“, über die Folgen des Kiesabbaus in Rees und Umgebung. Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Naturschutzbundes-NRW, schlug vor, eine Stiftung zu gründen, um Landwirten in der vorgesehenen Abbaufläche kleinere Landparzellen abzukaufen und sie ihnen anschließend wieder zu verpachten. So lasse sich der Kiesabbau möglicherweise verhindern. „Sie müssen erreichen, dass die Fläche aus dem Regionalplan rausfliegt, ganz einfach“, appellierte er an die Zuhörer im Kolpinghaus. Die Abgrabungsgegner haben bereits eine Unterschriftensammlung gestartet, wollen sich untereinander über das Internet vernetzen, eine eigene Homepage einrichten und so für einen schnellen Informationsfluss sorgen.
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