
Bocholterin bleibt 45 Minuten ohne Herzschlag
Bocholt - Es grenzt an ein Wunder: Eine Bocholterin ist nach einem Infarkt Anfang Januar eine Dreiviertelstunde ohne Herzschlag gewesen – und hat dies ohne bleibende Schäden überstanden. Am Freitag wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen.
Die Bocholterin hatte am 9. Januar kurz nach 3 Uhr in der Nacht ihren Ehemann geweckt und über Schmerzen in der Brust geklagt. Dann war sie zusammengebrochen. Ehemann und Tochter haben sofort den Rettungsdienst alarmiert und mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen.
Die Tochter frischt seit vielen Jahren regelmäßig ihre Kenntnisse in Erster Hilfe auf. „Es war so ein gutes Gefühl, zu wissen, was ich tun musste,“ sagt sie über das dramatische Ereignis.
„Allein die Tatsache, dass die Angehörigen sofort mit der Wiederbelebung begonnen haben, hat dieses erfreuliche Ergebnis ermöglicht,“ sagte Hanjo Groetschel, der an dem Einsatz beteiligte Notarzt. „Ohne den sofortigen Einsatz wäre die Patientin – wenn sie überhaupt überlebt hätte – heute ein Pflegefall.“
Autor: Dirk Fahrland

