
Politiker kritisieren Bahn: Akteneinsicht ist „hanebüchen“
Hamminkeln - Harsche Kritik hat der Planungsausschuss wieder an der Deutschen Bahn geübt. Diesmal geriet die Offenlage der Planfeststellungsunterlagen zum Betuwe-Ausbau in Rees in die Schusslinie.
Als „dilettantisch“ und „hanebüchen“ bezeichnete Michael Möllenbeck (SPD) den Auftritt im Reeser Rathaus. Denn dort liegen nur die Akten aus, „bewacht“ von einer 400-Euro-Kraft, die noch nicht einmal etwas zu den Unterlagen sagen kann. „Ich hoffe, das passiert bei uns nicht so“, meinte er.
Bürgermeister Holger Schlierf musste da den Kollegen in Rees zur Seite stehen. „Das ist nicht unsere Offenlage“, stellte er fest. Tatsächlich dürfen die Städte gar nicht aktiv beraten. Man bekomme von der Bahn zwei Sätze à 20 Aktenordner zur Verfügung gestellt. Die Anrainer-Städte werden „billig vor den Karren gespannt“.
Für die Eröffnung der Planfeststellung für das Hamminkelner Stadtgebiet geht man derzeit von der Jahresmitte aus. Ende Februar will die Bahn die Unterlagen ans Eisenbahnbundesamt schicken. Bei großer Betroffenheit sollte man als Bürger zum Termin der Offenlage auf jeden Fall einen Anwalt mitbringen, empfahl Schlierf.
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