
Damit „Loverboys“ keine Chance haben
Isselburg – „Loverboys“: So nennt man Männer, die jungen Mädchen die große Liebe vorgaukeln – und sie in Abhängigkeit und Prostitution führen. Wie man sich gegen diese Masche wehren kann, das ist jetzt Thema eines Projektes an der Verbundschule Isselburg.
Anfangs sieht es aus wie die große Liebe: Das junge Mädchen verliebt sich in den gut aussehenden Typen, er macht Komplimente und kostspielige Geschenke. Irgendwann ändert sich das: Der junge Mann macht sie abhängig, oft ist Gewalt im Spiel. Die jungen Mädchen, die eigentlich an die große Liebe glaubten, werden zur Prostitution gezwungen. Die Masche der sogenannten „Loverboys“ ist meist ähnlich. Ihre Opfer suchen sie sich übers Internet, in der Nähe von Jugendtreffs oder vor Schulen.
Deshalb will Isselburgs Schulsozialarbeiterin Daisy Bley die Schüler an der Verbundschule nun für das Thema sensibilisieren. Mit einer zehnten Klasse plant sie ein Präventionsprojekt – das erste deutschlandweit, wie Bley berichtet.
Dazu hat sie Bärbel Kannemann, eine frühere Kriminalkommissarin, die sich zu diesem Thema engagiert, angeschrieben. Kannemann hat vor Kurzem den Verein Eilod gegründet, Elterninitiative für Loverboy-Opfer Deutschland. Sie wird das Projekt begleiten.
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