
Isselburger SPD gibt Rudi Geukes Rückenwind
Isselburg. Den meisten Anwesenden wird Rudi Geukes schon vor seiner Ansprache bei der SPD-Mitgliederversammlung gut bekannt gewesen sein. Dennoch stellte sich der 57-jährige Anholter den Parteigenossen ausführlich vor – und gleich auch seine Stärken und die Ziele, die er als Bürgermeister verfolgen will. Die anwesenden Sozialdemokraten machten kurz darauf deutlich, dass Geukes für sie der richtige Mann für das Amt ist: 30 der 31 Stimmberechtigten sprachen sich für ihn als Bürgermeisterkandidaten aus.
Seit 2004 sitzt der Lehrer, der seit 26 Jahren Vorsitzender des Stadtsportverbands ist, für die SPD im Rat. Soziale Kompetenz und Zuverlässigkeit zeichneten ihn aus, sagte Geukes. Den Herausforderungen, die Isselburg nicht nur wegen knapper Kassen bevorstünden, werde er sich optimistisch stellen. Geukes will bürgernahe Politik machen. Sein Leitspruch: „Isselburg im Fokus, der Bürger im Mittelpunkt.“
SPD-Unterbezirksvorsitzender Christoph Pries übernahm die Wahlen. Der Werther war selbst für das Bürgermeisteramt im Gespräch, der Vorstand hatte aber einstimmig Geukes vorgeschlagen. „Ich unterstütze das Votum mit all meiner Kraft“, sagte Pries. Er wünschte Geukes „Rückenwind“ aus der Partei. Gegenwind gab es jedenfalls nicht: Aus der Versammlung wurden keine weiteren Kandidaten vorgeschlagen. Felix Kleideiter, der als stellvertretender Parteivorsitzender die Versammlung eröffnete, warb auch für Geschlossenheit: „Nur wenn wir alle an einem Strick ziehen, sind wir stark und damit stärker als die anderen“, sagte Kleideiter. Die gewünschten 100 Prozent wurden es zwar nicht ganz – doch mit 96,77 Prozent Ja-Stimmen stellte sich die Partei deutlich hinter Geukes.
Geukes, der sich sichtlich über den Rückhalt freute, versprach, er werde sich „voll reinhängen“. Er betonte aber auch, dass er auf „Wahlkampfgetöse“ verzichten, stattdessen einen ruhigen und sachlichen Wahlkampf führen werde.
Dr. Theodor Beine legte als Fraktionsvorsitzender die politische Situation dar. So lobte er etwa das verbesserte Verhältnis von Verwaltung und Fraktionen. Auch sprach er auf das Großprojekt Klärwerkserweiterung und Probleme wie die Haushaltskonsolidierung oder den Hochwasserschutz an.
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