Von Frank Liebetanz
Groß Reken. Druckfrisch ist das Büchlein „Illusionen“, das die Psychologin Anne Kerstin Kuhlmeyer in ihren Händen hält. Sie nennt es „Pixi-Buch“, aber die vier Kurzgeschichten sind nicht für Kinder gedacht.
Nur zwei Euro kostet der 36-seitige Band, der in der Mini-Testudo-Reihe als Nummer neun erschien. Warum sie schreibt? Kuhlmeyer hat eine ganz einfache Antwort: „Weil es so viele Geschichten gibt, die erzählt werden wollen.“
Geboren ist die Ärztin und Autorin im Jahr 1961 mit einem Zwillingsbruder in Leipzig. Sie studierte dort Medizin, bildete sich zur Fachärztin für Anästhesiologie fort. Später arbeitetet sie sich berufsbegleitend unter anderem in tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Traumtherapie und Hypnose ein.
Seit Anfang 2009 ist sie ausschließlich als ärztliche Psychotherapeutin tätig. Kuhlmeyer wohnt im Münsterland mit Familie und zwei Hunden.
Kuhlmeyers Kriminalroman „Freitags Tod“ soll im Oktober beim Prolibris-Verlag heraus kommen. Handlung des etwa 300 Seiten dicken Schmökers: Gottfried Freitag, Leiter des Seniorenheims „Haus Abendsonne“, wird erstochen in seinem Büro gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Ermordete kein sympathischer Zeitgenossen gewesen sein kann. Conrad Böse und seine Kollegin Julia Morgenstern ermitteln in Coesfeld.
Aber sie sehen sich einer Wand aus Schweigen gegenüber. In Conrad kommt der Verdacht auf, dass häusliche Gewalt ein Tatmotiv sein könnte. Selbst ist er gefangen in familiären Problemen und flüchtet im Rahmen der Ermittlungen nach Brandenburg, um den unehelichen Sohn Freitags zu treffen. Dabei gerät er selbst an seine Grenzen...
„Ein Kriminalroman über Schuld, Gewalt und Schweigen und über die Zerbrechlichkeit der Wirklichkeit“, heißt es zusammenfassend auf der Internetseite
www.autorin-anne-kuhlmeyer.de.