St.-Gudula-Kirche wird renoviert

Pfarrer Arndt Thielen deutet auf Risse in der Kirchenwand.
Pfarrer Arndt Thielen deutet auf Risse in der Kirchenwand.
(HECKER)


Die St.-Gudula-Kirche soll einen neuen Innenanstrich bekommen, eine neue Beleuchtung und eine moderne Heizung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 760000 Euro. 170000 Euro muss die Gemeinde durch Spenden aufbringen.


Spendenkonten Für Pfarrer Arndt Thielen ist die St.-Gudula-Kirche „das Schmuckstück” und das Zentrum Rhedes. Auch deshalb setzt er auf die Spendenbereitschaft der Rheder. Auf Spendenkarten, die ab der nächsten Woche ausliegen sollen, wirbt er um Unterstützung. Unter dem Stichwort „Renovierung Pfarrkirche St. Gudula” gibt es Spendenkonten bei der Volksbank Rhede (Konto 9380902, BLZ 42861814) und bei der Sparkasse Westmünsterland (Konto 36105120, BLZ 40154530).

RHEDE Pfarrer Arndt Thielen steht in der St.-Gudula-Kirche und deutet auf die Wände. Auf Putz, der abbröckelt und auf Risse. Der letzte Innenanstrich liege 33 Jahre zurück, sagt der Pfarrer von St. Gudula. „Es muss dringend etwas getan werden” - nicht nur am Anstrich. Auch die Heizung sei in die Jahre gekommen und soll erneuert werden, ebenso die Beleuchtung.


Der Verwaltungsausschuss stimmte in dieser Woche für die lange geplante Renovierung. Jetzt am Wochenende will Pfarrer Thielen die Gemeinde in den Gottesdiensten über das Projekt informieren. Geschätzte Kosten: rund 760000 Euro. Das Bistum übernimmt einen Teil der Kosten, dazu kommt das Geld, das die Gemeinde in den vergangenen Jahren zurückgelegt hat, und dann bleiben noch 170000 Euro, die bis Ende nächsten Jahres durch Spenden zusammenkommen müssen. Daher bittet Pfarrer Thielen seine Gemeinde um Unterstützung und hat zwei Spendenkonten eingerichtet.

Der Plan zur Kirchenrenovierung ist nicht neu, sagt Thielen. Er greife im Grunde auf, was sein Vorgänger Karl Schüttert begonnen habe. Die alte Heizung sei 35 Jahre alt. Sie laufe zwar noch und liege „im grünen Bereich”, sagt der Pastor. „Aber der Schornsteinfeger macht schon ein Auge zu.” Auch die Elektroanlagen entsprechen nicht mehr den heutigen Standards und auch die „alten Lampen der Marke Eigenbau” müssten ausgetauscht werden. Lux-Messungen in der Kirche hätten ergeben, dass eine Straßenlaterne „deutlich mehr Licht wirft”, als die Lampen in St. Gudula. „Es ist einfach zu wenig Licht da”, sagt Thielen, der bereits verschiedene neue Lampen zur Probe aufhängen ließ. Die neue Beleuchtung soll in verschiedenen Varianten schaltbar sein, um das Gewölbe anzuleuchten, zur Seite oder nach unten zu leuchten.

Die Renovierung der Kirche erfolgt in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt soll Mitte September beginnen und bis Ende Oktober dauern. Während dieser Zeit wird die Sakristei in Containern neben der Kirche untergebracht. Denn im ersten Schritt sollen Heizung und Elektrik ausgetauscht und die Sakristei neu gestrichen werden. Toilette und Waschbecken werden ebenfalls erneuert.

Während des zweiten Bauabschnittes im nächsten Jahr wird die St.-Gudula-Kirche für vier Monate zur Baustelle - und während dieser Zeit auch geschlossen. Der Termin steht bereits: Am Montag nach Fronleichnam soll noch die 8.15 Uhr-Messe stattfinden. Anschließend beginnen die Handwerker mit den Vorbereitungen für den Anstrich. Besonders aufwendig dabei: Die Kirche muss von innen mit einem Gerüst versehen werden. Gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat will Thielen überlegen, „wie wir die vier Monate überbrücken”. Rhede habe zwar noch drei andere Kirchen, aber in keine passen so vieleMenschen wie in die Gudula-Kirche. Und die, sagt Thielen, sei am Wochenende oft sehr voll.


26 · 06 · 09




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