Friedensdienst in Mexiko

Hier geht es hin: Sebastian Grunden beginnt nächste Woche seinen freiwilligen Friedensdienst in Mexiko. Spanisch lernte er bereits drei Jahre in der Schule. Außerdem macht er zu Beginn seines Aufenthalts einen Sprachkurs.
Hier geht es hin: Sebastian Grunden beginnt nächste Woche seinen freiwilligen Friedensdienst in Mexiko. Spanisch lernte er bereits drei Jahre in der Schule. Außerdem macht er zu Beginn seines Aufenthalts einen Sprachkurs.
(HECKER)


An diesem Wochenende stellt Sebastian Grunden in den Gottesdiensten sein Projekt in Lateinamerika vor.
Am Dienstag reist er nach Mexiko, wo er in Münsters Partnerbistum Tula für 14 Monate seinen freiwilligen Friedensdienst versehen wird.


Bistum entsendet Das Bistum Münster entsendet in diesem Jahr 24 junge Erwachsene in Projekte in Afrika und Lateinamerika. Der Rheder Sebastian Grunden ist einer von drei Freiwilligen, die ihren Friedensdienst im Bistum Tula in Mexiko als Zivildienstersatz leisten. Wie das Bistum auf seiner Homepage schreibt, müssen Bewerber für einen Freiwilligen Sozialen Friedensdienst im Ausland in Trägerschaft des Bischöflichen Generalvikariates Münster zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung im Bistum Münster wohnen und möglichst katholisch sein. „Auf jeden Bewerber werden während des Dienstes andere klimatische und hygienische Gegebenheiten zukommen. Eine gewisse physische und psychische Belastbarkeit ist deswegen unabdingbar, ebenso wie die Anpassungsbereitschaft an einfache Lebensverhältnisse”, heißt es dort weiter.

RHEDE Zum Abschied feierte Sebastian Grunden gestern Abend eine Party. Seine Musikerkollegen der Band „belly to belly” spielten, viele Freude kamen. Morgen kommt die Familie, um Sebastian noch einmal zu sehen. Am Dienstag steigt er dann ins Flugzeug. Für den 19-jährigen Rheder beginnt das Abenteuer Mexiko. Er ist einer von 24 jungen Leuten, die vom Bistum Münster für Projekte in Lateinamerika und Afrika ausgewählt wurden. In den kommenden 14 Monaten leistet Sebastian Grunden seinen freiwilligen Friedensdienst. Dann wird das Pfarrhaus in dem Bergdorf Nicolas Flores zu seinem Zuhause.


In der Pfarrgemeinde, zu der neben Nicolas Flores noch 27 so genannte Comunidades gehören, soll sich der Abiturient aus Rhede um die Kinder- und Jugendarbeit kümmern, in Abstimmung mit Pfarrer Alberto Gress außerdem in der Firmkatechese und beim Vorbereiten von Gottesdiensten mitarbeiten und Musikgruppen leiten. Auf diese Arbeit freut sich Sebastian Grunden schon. Dabei werden ihm sicherlich die Erfahrungen als Messdiener in der Heiligen Familie, als Leiter im gemischten Ferienlager und als Pfadfinder eine große Hilfe sein, sagt der 19-jährige.

In den vergangenen Wochen bereitete sich Sebastian Grunden intensiv auf sein Jahr in Mexiko vor, unter anderem bei jeweils einwöchigen Seminaren in Berlin und Münster. Inzwischen weiß er viel über die Region, über die kulturellen Unterschiede und was ihn in Mexiko erwartet. Sebastian Grunden erzählt von der Region, in der er arbeiten wird, die arm und von Landflucht geprägt ist. Viele Väter arbeiten in Amerika und sehen ihre Familien nur selten. Die Angebote der Kirche seien daher in seiner neuen Gemeinde die einzigen Freizeitangebote für Kinder. Über sein Projekt in Mexiko berichtet Sebastian Grunden heute Abend und morgen Vormittag in den Gottesdiensten in den Kirchen Zur Heiligen Familie und St. Gudula.

Für Sebastian Grunden standt seit Langem fest, dass er nach dem Abitur ins Ausland wollte. Der freiwillige Friedensdienst ist für ihn ein Beitrag zur Völkerverständigung. Er erkundigte sich über die Möglichkeiten für den Zivildienst im Ausland und bewarb sich unter anderem beim Bistum Münster, das ihn nach einem dreitägigen Auswahlwochenende die Stelle in Mexiko anbot. Die Vorbereitung durch das Bistum sei sehr gut, lobt Sebastian, der das Gefühl hat, nach den Vorbereitungstreffen „innerlich gereift” in die neue Aufgabe zu gehen. Trotz allem bleibe es spannend. „So richtig vorstellen kann ich es mir noch nicht”, sagt Sebastian Grunden.

Auch wenn Internet und Telefon in der Region nur sporadisch funktionieren, möchte der Rheder in regelmäßigen Rundmails über seine Arbeit berichten. Wer mehr über das Leben und die Menschen im Bistum Tula, dem Partnerbistum Münsters, erfahren möchte, kann sich in den Verteiler aufnehmen lassen (E-Mail an S.Grunden@web.de) oder auf die Homepage (www.vamosamexico.de.tl) schauen.

Für seine Arbeit in Mexiko sammelt Sebastian Grunden Spenden, mit denen er in Absprache mit dem Bistum vor Ort Projekte finanzieren möchte. Das Spendenkonto bei der Bistumskasse Münster (BLZ 40060265) hat die Konto-Nummer 2000100. Wichtig ist der Verwendungszweck: 1.2211.2261MexicoSG.


10 · 07 · 09




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