RHEDE In der kleinen Pfarrkirche im mexikanischen Bergdorf Nicolas Flores steht ein Adventskranz mit „vier wackeligen Kerzen“. Im Land der Kakteen und Agaven musste Sebastian Grunden lange suchen, bis er ein paar „tannenartige Bäume“ fand, von denen er einige Zweige abschnitt. Daraus bastelte der junge Rheder einen Adventskranz, um zumindest „ein wenig heimischen Adventsbrauch“ ins ferne Mexiko zu holen, wie er in einer E-Mail schreibt. Per Internet hält der Abiturient, der für 14 Monate freiwilligen Friedensdienst leistet, Kontakt in die Heimat.
Inzwischen habe er sich dort gut eingelebt, schreibt Sebastian Grunden. Die Leute seien freundlich zu ihm, einige nennen ihn bereits den neuen „Cuidadano“, den neun Bürger. Aber gerade in der Weihnachtszeit sei es nicht leicht, so weit weg zu sein von der Familie, Freunden und Bekannten.