KFD feiert 50-jähriges Jubiläum

Teamsprecherin Magdalene Kruse freute sich über die vielen Gäste, die am Samstag zur Jubiläumsfeier der Frauengemeinschaft Zur Heiligen Familie kamen.
Teamsprecherin Magdalene Kruse freute sich über die vielen Gäste, die am Samstag zur Jubiläumsfeier der Frauengemeinschaft Zur Heiligen Familie kamen.
(HARBRING)


Zur 50-Jahr-Feier der Katholischen Frauengemeinschaft Zur Heiligen Familie war das Pfarrheim voll. Magdalene Kruse und ihr Team nahmen viele Glückwünsche entgegen. Präses Arndt Thielen lobte die Arbeit der Frauengemeinschaft als Beitrag zum menschlichen und gesellschaftlichen Leben.


Dekanatschor singt Der Festgottesdienst am Samstagmorgen stand unter dem Motto „Einander begegnen im alltäglichen Leben”. Das sei das, was die Frauengemeinschaft macht, denn sie schaffe eine Begegnungsstätte, sagte Pastor Arndt Thielen. Die Musik während des Gottesdienstes kam vom Dekanatschor.

RHEDE Magdalene Kruse staunte nicht schlecht ob der hohen Zahl der Gratulanten. Die Sprecherin der Katholische Frauengemeinschaft (KFD) Zur Heiligen Familie konnte sich am Samstag zur Feier des 50-jährigen Bestehens der KFD vor Gratulanten kaum retten. „Unbedeutend kann der Verband nicht sein, dann hätten wir zum einen diese Feier heute nicht. Zum Anderen wäre die Zahl der Gäste nicht so riesengroß”, stellte Kruse fest.


Das Pfarrheim war voll, einige Gäste mussten sogar stehen, als Kruse ans Rednerpult trat. Die vergangenen 50 Jahre seien auch für die KFD eine Zeit voller kirchlicher und gesellschaftlicher Umbrüche gewesen, sagte sie. „Darum war es wichtig für die KFD, immer einen verlässlichen Ansprechpartner zu haben”. Diesen hätten die KFD-Frauen sowohl in ihrem ersten Präses, Pastor Rüve, gehabt, in Pfarrer Heinrich Gebing, der die Frauen 28 Jahre lang begleitete, sowie heute mit Pastor Arndt Thielen, so Kruse weiter.

Pastor Thielen bedankte sich bei Kruse und ihrem Team für die geleistete Arbeit. Besonders hob er das ehrenamtliche Engagement bei Kranken- und Hausbesuchen hervor sowie die verschiedenen Betreuungs- und Besuchsangebote der KFD. „Das ist ein großer Beitrag für unser menschliches und gesellschaftliches Leben hier vor Ort. Alle Aktivitäten leben von handelnden Personen, davon, dass Menschen sich einbinden lassen”, sagte Thielen. Bei den KFD-Frauen geschehe das mit besonders viel Herzblut, lobte er. Musikalisch begleitet wurde die Feier von Klaus Tewes am Klavier. Er spielte zwischen den Grußworten mehrere Stücke, unter anderem „Probier's mal mit Gemütlichkeit” aus dem Film Dschungelbuch.

Als Symbol für ihre Arbeit hatten die KFD-Frauen ein Rosenstämmchen auf jeden Tisch gestellt. „Ein Rosenstämmchen ist verwurzelt mit der Erde, entwickelt später ein kräftiges, verzweigtes Wurzelwerk, einen Stamm und Zweige, an denen Blüten wachsen”, so Kruse. Bei der KFD sei es ähnlich, denn sie sei mit Gemeinde, Kirche, Gesellschaft, Tradition und Familie verwurzelt, erklärte sie. „In der KFD ist man eingebunden in Kirche und Gesellschaft. Wir versuchen, dem Zeitgeist gerecht zu werden und gucken danach, was Frauen heute möchten”, fügte sie im BBV-Gespräch hinzu.

Die Dekanatssprecherin der KFD, Elvi Terwege, sprach in ihren Grußworten über ein schwieriges Thema, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der katholischen Kirche. „Die Einführung des Diakonats der Frau wäre ein erster Schritt zur Verwirklichung einer geschwisterlichen Kirche”, sagte sie. Gott mache schließlich keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Weiter fragte sie, ob die Kirchenmänner Angst davor hätten, dass Frauen zu selbstständig würden. Eine Anmerkung, die offensichtlich einige als unpassend empfanden, wie an ihren Reaktionen erkennbar war.


23 · 08 · 09



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