Rhede - In einem Alter, in dem andere längst im Ruhestand sind, wagte Pater Bernhard Wolf noch einmal etwas Neues. Vor acht Jahren - er hatte gerade seinen 70. Geburtstag gefeiert - ging er nach Lissabon und arbeitet dort seitdem in der deutschen Gemeinde. Dort feierte er auch im April sein goldenes Priesterjubiläum. Jetzt feierte er zum zweiten Mal, diesmal in seiner Heimatgemeinde in Rhede.
Auch wenn er die meiste Zeit seines Lebens in der Mission verbrachte, ist Rhede doch stets Anlaufstelle für Pater Wolf geblieben. Hierher kam er im Sommer 1945 als 13-Jähriger mit seiner Familie - vertrieben aus seiner schlesischen Heimat. In Vardingholt fand die Familie mit den acht Kindern ein neues Zuhause. Bald ging Bernhard nach Burlo aufs Gymnasium. „So bin ich zu den Oblaten gekommen und dort geblieben“, erinnert sich Wolf.