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Rheder Pfadfinder zählen mit 150 Mitgliedern zu den größten Stämmen im Bezirk Borken

„Pfadfinder sein ist eine Lebenseinstellung“, sagen die Gruppenleiter Benedikt Peulers, Thomas Daniels, Domenik Nehling, Florian Kolks und Sebastian Jansen.
„Pfadfinder sein ist eine Lebenseinstellung“, sagen die Gruppenleiter Benedikt Peulers, Thomas Daniels, Domenik Nehling, Florian Kolks und Sebastian Jansen.
(Foto: Eva Dahlmann)


Rhede. Lustige Zwischenfragen hat der Pfadfindernachwuchs viele auf Lager. Leiter Thomas Daniels (21) bleibt ruhig, verschafft sich in der Runde Gehör. In der Gruppenstunde der Pfadfinder soll an diesem Tag „Quidditch“ gespielt werden. Das Spiel kennen die Kinder aus den Harry-Potter-Büchern, allerdings wird dort mit fliegenden Besen dem Schnatz nachgejagt. Auf der Wiese hinter dem Haus der Pfadfinder am Terwegenkamp muss das jedoch zu Fuß geschehen.

15 Jungen und Mädchen besuchen die Pfadfindergruppe montags. Noch fehlt der Gruppe allerdings ein Name. Betreut wird sie von Benedikt Peulers (30), Thomas Daniels (21), Sebastian Jansen (18), Domenik Nehling (17) und Florian Kolks (22). Je nach Wetterlage oder Interessen der Kinder werden in den Gruppenstunden Spiele gemacht, gebastelt oder gebaut. Zum Beispiel „Schwedenstühle“ für das Pfadfinderlager. Das sind einfache Campingstühle aus Latten, die man leicht bauen kann.


Die Leiter sind sich einig: „Pfadfinder sein ist eine Lebenseinstellung“, sagt Benedikt Peulers. Der 30-Jährige, der mit acht Jahren bei den Wölflingen anfing. „So sollte es auch sein.“ Die Kinder sollten alle Gruppen durchlaufen: Kinder sind bei den Pfadfindern Wölflinge, später Jungpfadfinder, dann Pfadfinder und schließlich im Erwachsenenalter Rower. Und wer Spaß daran haben, kann schließlich als Leiter Verantwortung für die Jüngeren übernehmen. Alle Leiter machen die Woodbadge-Ausbildung der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg. Dort werden die Grundlagen zur Betreuung von Jugendgruppen vermittelt. „Die Gruppenstunden sollen ein Ausgleich zur Schule sein“, sagt Benedikt Peulers. „Die Kinder sollen in der Gemeinschaft lernen, aufeinander zu achten.“

Pfadfinder sein, das ist kein Hobby mit dem man als Jugendlicher bei den meisten Freunden und Klassenkameraden Eindruck schinden kann. „Klar, da kommt der eine oder andere blöde Spruch“, sagt Thomas Daniels, der vor vier Jahren als Quereinsteiger zum Stamm stieß. Und der Industriemechanik-Student gibt zu: „Blümchenpflücker“ habe auch er gesagt, bevor er Mitglied wurde. In Anlehnung an die Pfadfinderlager sei auch mal von „Waldscheißern“ die Rede. Aber da stehen die Pfadfinder drüber.

Auch bei den Leitern war es nicht immer Liebe auf den ersten Blick. Er sei zunächst „nicht so begeistert“ gewesen, dass eine Eltern ihn als Achtjährigen einfach angemeldet hätten, erzählt Domenik Nehling. Doch das änderte sich schnell. Der 17-Jährige, der eine Ausbildung zum Industriemechaniker macht, sieht sein Engagement für die Pfadfinder-Gemeinschaft auch als Ausgleich zur Arbeit. Bei Florian Kolks waren es die Brüder, die schon Pfadfinder waren.

Mit dem Nachwuchs in der Leiterrunde ist es indes nicht so einfach: Männer gibt es zwar, aber die jungen Frauen fehlen. Es sei schon seltsam, dass gerade die Mädchen irgendwann bei den Pfadfindern aufhören, sagt Benedikt Peulers. „Das liegt vielleicht daran, dass die Pfadfinder immer noch so klischeehaft gesehen werden“, vermutet Thomas Daniels. „Und Klischees halten sich ja ewig.“

Dabei könnten die Leiter für ihre Gruppe manchmal wirklich eine Frau gebrauchen: „Es ist schwer für uns auch für die Mädchen was zu machen“, sagt Peulers. „Klar, wir können uns auch hinsetzen und basteln, aber dann sind die Jungs sauer.“

Mehr Informationen über den Rheder Pfadfinderstamm gibt es auf der Internetseite www.dspg-rhede.de.


29 · 07 · 10
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Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Zeitung vor Fehlern strotzt. Es heißt Link unterdrückt

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Falsche Link
Sehr geehrte Frau Dahlman,

die Internetadresse lautet Link unterdrückt

Vielen Dank
H.-J. Finke

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