Ahlen - Explosive Stimmung am Donnerstag vor den verschlossenen Toren der Ahlener Umweltbetriebe. Weil Bürger ihren Müll nicht loswerden, entledigen sie sich zumindest ihrer Wut. Sei es mit - teils vulgären - Worten, oder mit eindeutiger Fingersprache. Den „Schongang“, den „Verdi“ mit dem ersten landesweiten Streiktag im öffentlichen Dienst auch in Ahlen einlegen wollte, bringt viele regelrecht in Fahrt. Sie sind auf „100“!
Ein Satz, der am Morgen über den Lokalsender in die Haushalte funkt, macht aus einem Ärgernis ein regelrechtes Chaos. Da die Müllabfuhr in Ahlen streike, können Bürger ihren Müll zum Recyclinghof bringen, heißt es kurz und bündig. Gehört, getan: Die Lawine setzt sich in Gang. Im Minutentakt halten vollgepackte Fahrzeuge vor der Annahmestelle. Doch die hat geschlossen. Der Betrieb ruht, während ein Großteil der Belegschaft mit „Verdi“ nach Münster fährt, um zu demonstrieren.