
Auf den Spuren einer tödlichen Waffe
Münster/Heek - Eine Forschungsgruppe der Uni Münster hat herausgefunden, dass im westlichen Münster V-2-Raketen stationiert waren. Augenzeugen haben sie zwischen September 1944 und März 1945 in einem Wäldchen nahe der Burg Hülshoff gesehen.
Dort seien die Raketen, „Vergeltungswaffe 2“ genannt, aber nicht gestartet, sagt Dr. Wilhelm Bauhus, Leiter der „Expedition Münsterland“. Abschussplätze seien dagegen in Heek und in Rosendahl-Darfeld (Kreis Coesfeld) gefunden worden.
„Die Aktion war streng geheim“, sagt Bauhus. „Hätten die Alliierten von diesem Lagerplatz etwas erfahren, wäre Roxel bombardiert und ausgelöscht worden.“ Wer damals etwas wusste, habe darüber nicht gesprochen.
Dennoch vermuten die Forscher, dass damals mehr Bürger etwas gesehen haben müssen. Denn die 14 Meter langen Raketen könnten nicht unbemerkt durch Münster-Roxel gefahren sein – selbst, wenn man sie in Teilen transportiert habe. Wahrscheinlich habe es in den damals engen Straßen sogar Schäden gegeben. Nun hoffen die Historiker auf weitere Zeitzeugen.
Autorin: Marion Fenner
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