
Schwieriger Start für eine Jugendhilfeeinrichtung
Uedem - Eine Jugendhilfeeinrichtung in Uedem (Kreis Kleve) darf neu starten, nachdem sie das Landesjugendamt vor knapp einem Jahr geschlossen hat. Die Behörden reagierten damals auf schwere Vorwürfe: Es war von „fragwürdigen pädagogischen Praktiken“ und von „Schlägen“ die Rede. Im einstigen „Knackpunkt“ am Uedemer Hochwald sollen Kinder mehrfach misshandelt worden sein.
Jetzt hat eine frühere Verwaltungsmitarbeiterin die Leitung übernommen. Der Betrieb läuft jetzt unter der Bezeichnung „Am Hochwald GmbH“. Die ehemaligen Betreiber, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt, hätten mit dem Haus nichts mehr zu tun, betont die neue Chefin. Die Betriebserlaubnis liegt seit Oktober vor. Im November ist das erste Kind eingezogen. Die jungen Bewohner, die von Jugendämtern aus ganz Deutschland vermittelt werden, sind verhaltensauffällig und haben familiäre Schwierigkeiten. Derzeit darf die Einrichtung nur sechs Kinder und Jugendliche betreuen. Langfristig sollen 17 daraus werden.
Autor: Julian Weimer
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