Regionales
In Münster und Gelsenkirchen kommen die Zootiere sehr unterschiedlich mit der Kälte zurecht
03.02.2012

Warum Münsters Amur-Tiger jetzt nicht raus dürfen

Münster/Gelsenkirchen - In den Zoos in Münster und Gelsenkirchen kommen die Tiere sehr unterschiedlich mit der Kälte zurecht. Während etwa das wenige Monate alte Trampeltier-Fohlen „Natalie“ neugierig in der eiskalten Winterluft schnuppert, lässt sich die syrische Braunbärin „Leila“ nur mit Futter ins Außengehege locken.

„Trampeltiere müssen in ihrer Heimat 30 bis 40 Grad Minus aushalten“, erklärt Dr. Dirk Wewers, Biologe und Kurator des Allwetterzoos. „Ihr Hauptverbreitungsgebiet ist die Mongolei.“

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Tiere mit dickem Fell sind zurzeit natürlich in ihrem Element. Kegelrobben ziehen in Münster ihre Bahnen durchs kalte Wasser; in Gelsenkirchen spielen die Eisbären mit Eis und brechen es neugierig auseinander.

Es gibt auch den Fall des verordneten Stubenarrests: Da in Münster der Wassergraben des Amur-Tiger-Geheges zugefroren ist, wäre es zu gefährlich, wenn sich die Raubkatzen draußen aufhielten – dazu ist ihre Sprungkraft zu groß. Also muss es sich das Tiger-Paar „Rasputin“ und „Nely“ im Innengehege bequem machen.

Schimpansen und Orang-Utans werden in Gelsenkirchen auf besondere Weise gegen die Kälte gewappnet: Damit sie keinen Schnupfen bekommen, bekommen sie Hustensaft und warmen Tee gereicht.

Autoren: Christof Bock und Marie Rövekamp

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