
Hat ein Schäferhund Alpakas angegriffen?
Rhede - Das Rätsel um die verletzten Alpakas, die in Rhede eingeschläfert werden mussten, ist möglicherweise gelöst. Ein freilaufender Belgischer Schäferhund wurde am Dienstag gegen 7 Uhr von Zeugen dabei beobachtet, wie er eine Heidschnucke auf derselben Weide zu reißen versuchte.
Die Zeugen konnten den Hund verscheuchen. Die Heidschnucke wurde durch die Bisse verletzt, entgegen ersten Berichten musste sie jedoch nicht eingeschläfert werden. Bereits vor zwei Wochen waren drei weibliche Alpakas auf der Wiese so schwer verletzt worden, dass sie eingeschläfert werden mussten. Damals hatten die Ermittler im Kreis Borken zunächst Tierquäler im Verdacht.
„Es besteht der Verdacht, dass der Hund die Alpakas beim Morgenspaziergang angegriffen haben könnte“, sagte ein Sprecher der Kreispolizei Borken. „Die Tierärztin hatte Schnittwunden bei den Alpakas festgestellt. Jetzt ist sie aber nicht mehr sicher, ob es wirklich Messerstiche waren.“ Demnach könnten es auch Reißwunden gewesen sein.
Der Besitzer des Schäferhundes sei ausgemacht, sagte der Polizeisprecher weiter. Der Alpaka-Hengst Punto, der in der Nacht zu Montag verletzt worden war und getötet werden musste, soll nun untersucht werden. Die Ermittler wollen klären, ob der Hund die Verletzungen des Alpakas verursacht haben könnte.
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Kommentare (4)
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Die Tatsache, dass der freilaufende - manche Hundehalter lernen es nie - belgische Schäferhund eine Heidschnucke zu reißen versuchte zeigt doch wohl eindeutig, dass von manchen Hunden durchaus ein Gefahrenpotential ausgeht.
Nicht, dass ich hier falsch verstanden werde. Ich habe prinzipiell nichts gegen Hunde. Aber leider gibt es immer noch viel zu viele Hunderhalter/innen die ihre Tiere als "Schmusekissen" oder Kinderersatz verhätscheln und verziehen. Ein gut erzogener Hund ist keine Gefahr, sondern einfach nur toll.
Sollten diese abscheulichen Taten jedoch von einem "Menschen" begangen worden sein, kann die Bestrafung nicht hoch und streng genug sein.
Sollte jedoch dieser oder ein anderer Hund hierfür verantwortlich sein, halte ich es für unabdingbar, dass dieses Tier eingeschläfert wird und der Besitzer - wenn er denn ausfindig gemacht werden kann - hierfür zur Verantwortung gezogen wird.
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Zwar kommt es vor dass ein Hund ein Reh, ein Schaf, Kaninchen, etc. reisst, doch dann wuerden sich Reiss- und Bisswunden an Nacken, Hals, Kehle, Schulterblatt, Beine und vor allem am Rippenbereich zeichnen. Ein Hund wuerde - wie auch sein Urvater: der Wolf - seine Beute nicht am Genitalbereich und Euter verletzen, nein, auffaellige Reisswunden muessten mindestens an den unteren Hinter- und Vorderlaeufen des be-/gejagtem Tier zu sehen sein.
Wie auch der Wolf, macht ein Hund Jagd auf "leichte Beute". Sprich: Kranke, alte und schwache Tiere sind schneller gerissen als gesunde, agile Tiere.
Nicht ausser Betracht zu lassen ist allerdings die Tatsache, dass Woelfe und Hunde in einen sogenannten "Blutrausch" kommen koennen, sobald Beutetiere nicht fliehen koennen weil sie umzaeunt sind. In einem solchen Zustand (Blutrausch) geht es keinesfalls darum, Hunger zu stillen, nein, es geht DANN ums reine "reissen der Beute".
Der zustaendige Foerster und auch Jaeger koennen sicher am Kadaver des Alpakas feststellen, ob die Wunden von einem Hund (Wolf) stammen oder nicht. Zugleich ist es ratsam, den zustaendigen Veterinaerstierarzt hinzu zu ziehen.