
Mitglieder sagen ihre Meinung auf Fragebögen
Rhede. Schon jetzt stapeln sich die ausgefüllten Fragebögen. 700 bis 800 hat die Gudulagemeinde ausgegeben, um zu erfahren, was die Gemeindemitglieder von ihrer Gemeinde erwarten, was sie kritisieren oder gut finden und welche Themen sie bewegen. Rund 400 sind schon wieder zurück. Von solchen Rückläufen können sich professionelle Meinungsforscher nur träumen. „Und die Frist ist noch nicht abgelaufen“, sagt Maria Leiting vom Pfarrgemeinderat. Abgabe 1. Dezember
Noch bis Donnerstag, 1. Dezember, können die Fragebögen im Pfarrbüro abgegeben werden, für Kurzentschlossene gibt es dort auch noch Fragebögen.
Zusammen mit Brigitte Kruse, Marion Ebbert, Gabi Böing, Klaudia Klimek, Anna Teschlade, Heribert Hemmer und Heinz Hüsken bildet Leiting die Auswertungsgruppe für die Umfrage. In der Klausurtagung des Pfarrgemeinderates im Januar soll dann mit den Ergebnissen gearbeitet werden. Ziel ist ein maßgeschneidertes Pastoralkonzept.
Das erste Durchblättern durch die Rückläufer zeigt, dass sich die Gemeindemitglieder sehr viel Mühe gemacht haben: Nicht nur die Ankreuz-Fragen wurden beantwortet, auch die „offenen“ Fragen, zu denen handschriftlich Antworten gegeben werden konnten, wurden sehr häufig sorgfältig ausgefüllt. Einigen reichten Ausführliche Antworten
die leeren Zeilen auf dem Fragebogen nicht, sie legten handgeschriebene Briefe oder gar mehrseitige, computergeschriebene Texte bei. „Es sind sehr viele, die realistische Vorstellungen davon haben, was Gemeindeleben angeht“, sagt Marion Ebbert.
Aber natürlich gibt es auch Wünsche: „Hier ist jemand, der wünscht sich, dass mehr junge Menschen und Kinder in der Kirche sind“, sagt Ebbert. „Lebendigere Gottesdienste“, fordere ein anderer, sagt Klaudia Klimek. „Hier macht einer den Vorschlag, das Jugendliche Gottesdienste für die Gemeinde vorbereiten könnten“, sagt Maria Leiting. „Und diese junge Frau wünscht sich mehr Bezug zur Gemeinde.“ Ein älterer Mann wünscht sich plattdeutsche Gottesdienst.
Kritik an der ganzen Kirche
Eine junge Frau schreibt, es würde ihr helfen, sich der Gemeinde anzunähern, „wenn Kirche sich allgemein verändert, zum Beispiel dem 20. Jahrhundert anpasst.“ Auch die Stellung der Frau in der Kirche ist Thema. So wird auch gefordert, dass die Pastoralreferentinnen im Gottesdienst mehr integriert werden. „Es kommt oft vor, dass Bezug zur katholischen Kirche insgesamt genommen wird. Nur, darauf haben wir wenig Einfluss.“ Auffallend sei aber auch, dass sehr viel Positives in den Fragebögen zu finden sei. So werde zum Beispiel der regelmäßige Predigerwechsel in den Messen gelobt. Ein Statement lautet: „Ändert nichts, ich finde alles okay.“
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