
Palestrina-Medaille für Rheder Kirchenchor
Rhede. Ganz viel Lob gab es am Samstagabend für den Kirchenchor St. Gudula, der mit einem Festakt sein 125-jähriges Bestehen feierte. Nicht nur aktuell für die „Spatzenmesse“, die die Sängergemeinschaft zuvor im Gottesdienst gesungen hatte, sondern auch allgemein für die Qualität, die die Sänger seit Jahren bieten. Als Auszeichnung empfing der Chor in der Messe die Palestrina-Medaille aus den Händen von Diözesanpräses Dr. Egon Mielenbrink, der auch den Gottesdienst leitete.
Dr. Mielenbrink beglückwünschte auch beim Empfang im Pfarrheim noch einmal den Chor für seine Arbeit. Dabei haben es viele Kirchenchöre im Augenblick nicht leicht. Wegen der Kirchenfusionen lösen sie sich auf, zudem fehle der Nachwuchs. Da sei es gut, wenn man in einem großen Chor weitersingen könne. Für empörte Heiterkeit sorgte sein Exkurs in die Vergangenheit, als der Kirchenchor noch Männerdomäne war: Da wurde es als „Gräuel an heiliger Stätte“ empfunden, wenn Frauen in den Gotteshäusern sangen. Mielenbrink versicherte aber: „Die ,Spatzenmesse’ hätten Männer nie alleine singen können.“
„Großartig“ lobte auch Präses und Pfarrer Arndt Thielen den Chor. Bei den Messen stehe der Chor ja hinter ihm. Da kräuseln sich dann immer seine Nackenhaare, „weil ich ergriffen bin“. Der Gesang des Chors sei ein „wunderbarer Genuss“, für den er ein Wort in dreifacher Ausführung fand: „Danke, danke, danke!“
„Als wichtigen Beitrag für die Gemeinde“ lobte Gerburg Schüling vom Kirchenvorstand den Chor. Sie hob aber nicht nur das anspruchsvolle Repertoire, das der Chor singt, hervor, sondern auch die gute Stimmung und offene Gemeinschaft. In eine ähnliche Richtung zielte auch Dirigent Stefan Müller. Das Engagement zeige sich nicht nur in der Musik. Auch die Hilfsbereitschaft sei groß: „Sofort sind Leute da, die was machen.“
Glückwünsche gab es auch von anderen Chören und der Stadt Rhede. Ingrid Benson (Kirchenchor St. Marien Vardingholt) und Monika Hebing (Kirchenchor St. Pius Krechting), Christa Pohl (Evangelischer Kirchenchor) und Hartmut Beimdiek (Männerchor der KAB) lobten das „bemerkenswerte Leistungsniveau“. Der Kirchenchor St. Gudula verkörpere „die Kulturgeschichte der Stadt“, stellte schließlich der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Nobis fest.
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