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Bocholt

Bocholter Bürgerbüro zieht ins Hungerkamp-Gebäude

Informationsveranstaltung zur Rathaussanierung

Montag, 5. November 2018 - 21:59 Uhr

von Jochen Krühler

Bocholt - Während der Rathaussanierung wird ein Teil der Stadtverwaltung auch ins Hungerkamp-Gebäude an der Westend-Kreuzung ziehen. Das hat Stadtbaurat Daniel Zöhler am Montagabend auf einer Bürgerveranstaltung zur Rathaussanierung mitgeteilt. Der gesamte Fachbereich Öffentliche Ordnung und damit vor allem das Bürgerbüro werde in der Umbauphase vorübergehend in dem mehrstöckigen Eckgebäude sitzen.

Foto: Sven Betz

Stadtbaurat Daniel Zöhler erläutert den Stand der Planungen bei der Rathaussanierung.

Vor rund 80 Besuchern im Rathaus-Foyer erläuterte Zöhler die bisherige Planung, zeigte Ideen und Einwände der Bürgerbeteiligung und stellte sich den Fragen der Besucher. Bisher war lediglich bekannt, dass in der Bauphase der größte Teil der Verwaltung ins Gigaset-Gebäude an der Kaiser-Wilhelm-Straße ziehen wird. Das wird auch so bleiben. Doch zusätzlich kommt nun das Hungerkamp-Gebäude ins Spiel, in das der gesamte Fachbereich 20 (inklusive Bürgerbüro, außer Standesamt) einzieht. „Wir wollten eine möglichst zentrale Unterbringung“, sagte Zöhler. Der Standort sei wegen der Nähe zum Berliner Platz und zur Innenstadt gewählt worden. Die Gespräche mit dem Vermieter seien klar, fügte Johannes Bruns, Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, hinzu. Ein Vertrag sei jedoch noch nicht unterzeichnet.

Foto: Sven Betz

Das Hungerkamp-Gebäude (links) an der Westend-Kreuzung

Das Bürgerbüro soll im Erdgeschoss bei Hungerkamp einziehen, und zwar dort, wo zurzeit Sitzsäcke der niederländischen Firma Fatboy ausgestellt werden. Der Eingang werde in der Passage zum Parkplatz sein. Weitere Büros würden im ersten Geschoss angemietet, dazu im Eckgebäude die zweite und die vierte Etage.

Zum Zeitplan: Das Rathaus soll vor allem zwischen Oktober und Dezember 2019 nach und nach geräumt werden, erklärte Zöhler. Im Februar 2020 könne dann die Sanierung beginnen, nach etwa zweijähriger Bauphase könne die Verwaltung dann Schritt für Schritt wieder einziehen. Im Januar 2022 soll das sanierte Rathaus schließlich wieder in Betrieb sein.

Die städtische Gebäudewirtschaft werde bereits in den kommenden Wochen ins Gigaset-Gebäude umziehen, wo alle technischen Fachbereiche der Verwaltung unterkommen sollen, kündigte Zöhler an. Die Gebäudewirtschaft werde dort schon mal die Zwischennutzung während der Bauphase vorbereiten.

Bürgermeister Peter Nebelo hatte zu Beginn der Veranstaltung betont, es sei keine freiwillige Entscheidung gewesen, das Rathaus zu sanieren. „Das ist notwendig, damit dieses Rathaus nicht zusammenbricht.“ Stadtbaurat Zöhler erinnerte daran, dass die Stadt jedes Jahr 750 000 Euro an Betriebskosten für das marode Rathaus zahlen müsse. „Uns könnte jeden Moment die Lüftung um die Ohren fliegen.“

Kritische Fragen der Besucher blieben nicht aus. Etwa nach den Kosten in Höhe von 44,5 Millionen Euro für die Sanierung samt Aufstockung des Gebäudes. Ein Bürger bezweifelte, ob diese Zahl zu halten sei. „Es ist unser ambitioniertes Ziel, diese Zahl zu halten“, sagte Zöhler. Man wisse jedoch nie, was bei einer Sanierung komme. Daher habe man immer gesagt, dass es eine „Ungewissheit“ von 20 Prozent gebe.

Neue Unterkunft für Feuerwehr und VHS?

Was wird aus der Feuerwehr-Akademie und der VHS, die im Gigaset-Gebäude Räume angemietet haben und raus müssen, wenn die Verwaltung einzieht? Man sei in „guten Gesprächen“, sagte Stadtbaurat Daniel Zöhler dazu. Für die VHS sei etwas im Bereich Innenstadt in Aussicht, für die Feuerwehr im Gebäude der Krankenkasse DAK-Gesundheit an der Alfred-Flender-Straße. Konkreter wurde er nicht. Im Übrigen, so Zöhler, wäre der Mietvertrag ohnehin Ende 2019 ausgelaufen und von Gigaset dann nicht verlängert worden.

Anmerkung: In einer früheren Version des Textes hieß es fälschlicherweise, die Feuerwehr-Akademie ziehe zum DRK. Wir haben den Fehler korrigiert.

Unternehmerverbandgruppe e.V. Unternehmerverbandgr 05.11.201821:34 Uhr


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