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Bocholt

Corona: Alles Wichtige für den 18. März im Überblick

Friseursalons, Eisdielen, Cafés und Restaurants ab Freitag geschlossen

Mittwoch, 18. März 2020 - 17:10 Uhr

von Sebastian Renzel und Sabine Hecker

Bocholt/Rhede/Hamminkeln/Isselburg - Im Regierungsbezirk Münster gibt es nach aktuellem Stand 615 bestätigte Infektionsfälle. In Bocholt gibt es mittlerweile 33 Infizierte. Bei der Pressekonferenz der Stadt wurde bekannt gegeben, dass ab Freitag alle Friseursalons, Eisdielen, Cafés und Restaurants geschlossen bleiben.

© Colourbox.de

19.30 Uhr: Zusammenfassung

Die Zahl der Infektionen in Bocholt ist auf 33 gestiegen. Ab Freitag werden auch alle Friseursalons, Eisdielen, Cafés und Restaurants geschlossen bleiben. Der Erste Stadtrat Thomas Waschki fast es so zusammen: „Freizeit ist für die nächste Zeit vorbei.“ Damit beenden wir den Liveticker.

17.41 Uhr: Viele neue Infizierte in Bocholt

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (17 Uhr) bei 164. Stark gestiegen ist die Zahl der Infizierten in Bocholt. Waren es am Dienstag noch 13, sind es heute bereits 33 Infizierte. Hier ein Überblick der Fälle im Kreisgebiet:

  • Ahaus: 18 Infektionen (18)
  • Bocholt: 33 Infektionen (13)
  • Borken: 28 Infektionen (25)
  • Gescher: 3 Infektionen (2)
  • Gronau: 7 Infektionen (5)
  • Heek: 1 Infektion (0)
  • Heiden: 3 Infektionen (2)
  • Isselburg: 1 Infektion (0)
  • Legden: 2 Infektionen (2)
  • Raesfeld: 20 Infektionen (20)
  • Reken: 9 Infektionen (8)
  • Rhede: 16 Infektionen (13)
  • Schöppingen: 2 Infektionen (1)
  • Südlohn: 4 Infektionen (0)
  • Velen: 6 Infektionen (4)
  • Vreden: 11 Infektionen (10)

17.09 Uhr: 50 Menschen in Bocholt in Quarantäne

Monika Tenbrock, Leiterin des Fachbereichs Öffentliche Ordnung, berichtet, dass es derzeit in Bocholt 13 mit dem Coronavirus Infizierte gibt, rund 50 Menschen befinden sich in Quarantäne. Sie werden täglich kontaktiert und ihr Gesundheitszustand wird überwacht.

16.53 Uhr: Weitere Informationen des Kreises

Der Kreis Borken macht nochmal deutlich: Alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen, sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel, sind untersagt.

Außerderm heißt es: Ausgenommen hiervon sind notwendige Veranstaltungen, insbesondere solche, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge zu dienen bestimmt sind Demonstrationen können nach einer individuellen Verhältnismäßigkeitsprüfung zugelassen werden.

Ausgenommen sind auch Blutspendetermine. Sie sollen unter „besonderen hygienischen Vorkehrungen“ stattfinden. Kontakte sollen dabei auf ein Minimum begrenzt werden.

Außerdem fasst der Kreis nochmal zusammen, welche Einrichtungen geschlossen werden müssen:

  • Begegnungsstätten und Angebote sind zu schließen beziehungsweise einzustellen:
  • Alle Kneipen, Cafès, Bars, Schankwirtschaften, Clubs, Diskotheken, Tanzveranstaltungen, Theater, Kinos, Opern und Konzerthäuser, Kegelbahnen, Bibliotheken, Museen und ähnliche Einrichtungen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen
  • alle Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen
  • alle Fitness-Studios, Schwimmbäder und „Spaßbäder“, Saunen, Solarien und ähnliche Einrichtungen
  • alle Angebote in Volkshochschulen, in Musikschulen, in sonstigen öffentlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und ähnliche Einrichtungen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • Fahrschulen
  • Spiel- und Bolzplätze
  • Reisebusreisen
  • jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen, Sportvereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen
  • Frisöre
  • Restaurants und Speisegaststätten (einschließlich Imbisse und Eisdielen) zum Verzehr in den Räumlichkeiten. Diese Einrichtungen können Abhol- und Lieferdienste anbieten.

Der Zugang zu folgenden Angeboten ist beschränkt:

  • Reha-Sporteinrichtungen, Physiotherapieeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen (z. B. Salzgrotten, Podologie, etc.): Die dort durchgeführten Behandlungen müssen ärztlich zwingend erforderlich sein und nicht in Gruppen stattfinden.
  • Mensen sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen: Die Besucherinnen und Besucher werden mit Kontaktdaten registriert. Es werden maximal die Hälfte der Sitzplätze benutzt. Als Mindestabstand zwischen den Tischen sind 2 Meter einzuhalten. Die Besucherinnen und Besucher erhalten Hygienehinweise, deren Einhaltung ermöglicht werden muss.
  • Wochenmärkte: Es dürfen keine Sitzgelegenheiten und Stehtische vorgehalten werden.

Nicht geschlossen wird:

  • Einzelhandel für Lebensmittel
  • Wochenmärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Reinigungen
  • Waschsalons,
  • Zeitungsverkauf
  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
  • Großhandel

Alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels sind zu schließen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen.

16.45 Uhr: Notfallplan der Stadtwerke

Die Stadtwerke setzen alles daran, die Versorgung mit Wasser, Strom und Gas aufrechtzuerhalten. Es sei bereits vor zwei Wochen ein Notfallplan aufgestellt worden, der täglich aktualisiert wird, sagte Stadtwerkechef Jürgen Elmer.

Die Mitarbeiter seien in zwei Gruppen eingeteilt worden und „strikt getrennt“. Für den Notfall sei eine zweite Netzleitstelle gespiegelt. Sollten sich Mitarbeiter in der Leitstelle infizieren, „können wir auf die andere Straßenseite wechseln“. Das Wasserwerk arbeite automatisch und könne „von zu Hause gesteuert werden“.

16.40 Uhr: Stadt richtet Hotline ein

Die Stadt ist dabei, eine Hotline für Fragen rund ums Thema Corona einzurichten. Bürgermeister Peter Nebelo bittet die Bürger, nur in wirklich dringenden Fällen anzurufen. Die Leitungen beispielsweise beim Kreis seien dauerbelegt, sagt Waschki. Dabei gebe es zahlreiche Informationen im Internet, zum Beispiel auf der Seite des Kreises und der Stadt, die Fragen beantworten.

16.36 Uhr: Termine im Bürgerbüro nur in dringenden Fällen

Die Stadtverwaltung arbeitet mit reduziertem Personal und im Schichtsystem. In den Teams sind ständig Mitarbeiter im Homeoffice, damit sich die Kollegen nicht persönlich begegnen.

Termine im Bürgerbüro gibt es nur nach telefonischer Anmeldung und nur wenn es dringend ist. Erster Stadtrat Thomas Waschki: „Es braucht zurzeit keiner einen Reisepass“

16.33 Uhr: Rettungsdienst und Brandschutz getrennt

Feuerwehrchef Thomas Deckers berichtet, dass bei der Feuerwehr Mitarbeiter von Rettungsdienst und Brandschutz räumlich getrennt werden und auch hier ein Schichtbetrieb aufgebaut wird. Freiwillige Feuerwehrleute werden eingebunden, um den Brandschutz aufrechtzuerhalten.

Das Lehrpersonal der Feuerwehr- und Rettungsakademie soll den Rettungsdienst verstärken, für den Fall, dass Mitarbeiter am Corona-Virus erkranken. Sämtliche Übungsdienste sind eingestellt, Besprechungen finden per Videokonferenz statt.

15.54 Uhr: Nur wenig Betreuungsbedarf

Der Betreuungsbedarf an Schulen und Kindergärten liegt in Bocholt deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Lediglich für 18 Kindergartenkinder und 14 Schulkinder wurde ein Betreuungsbedarf angemeldet.

© Sven Betz

Ersten Stadtrat Thomas Waschki

15.50 Uhr: „Freizeit vorbei“

Ein markanter Satz aus der Pressekonferenz vom Ersten Stadtrat Thomas Waschki: „Freizeit ist für die nächste Zeit vorbei.“ Sowohl Bürgermeister Peter Nebelo als auch Waschki appellierten auf Distanz zu gehen. Sie baten die Bürger darum, auch keine privaten Feiern zu veranstalten.

15.47 Uhr: Friseursalons, Eisdielen, Cafés und Restaurants ab Freitag zu

Bei der Pressekonferenz der Stadt Bocholt wurde bekannt gegeben, dass ab Freitag alle Friseursalons, Eisdielen, Cafés und Restaurants geschlossen bleiben müssen. Der Erste Stadtrat Thomas Waschki appellierte aber an die Betreiber, sofort zu schließen.

15.14 Uhr: DinXperience im September

Der Vorstand der Stiftung DinXperience hat die geplante Aufführung von DinXperience auf September verschoben. Die Veranstaltung findet nicht am 8., 9. und 10. Mai statt, sondern am 11., 12. und 13. September. Die Veranstaltung wird im Rahmen von „75 Jahre Frieden und Freiheit miteinander feiern“ stattfinden. Die bereits gekauften Tickets bleiben gültig. Bei Verhinderung soll eine Erstattung erfolgen.

14.31 Uhr: Weitere Einrichtungen geschlossen

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW hat weitere Vorgaben bekannt gegeben, die ab sofort gelten. Geschlossen sind:

  • Tagespflegen gem. SGB XI (für „Pflegebedürftige“)
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
  • Tagesstätten oder vergleichbare Einrichtungen, beispielsweise für psychisch Kranke
  • Bildungseinrichtungen für Menschen mit Behinderungen (z. B. Berufsförderwerk)
  • Frühförderstellen
  • Autismuszentren und –ambulanzen
  • Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation

Der Kreis teilt weiter mit: „Sonderregelungen gelten dann, wenn die pflegebedürftige Person oder ein Mensch mit Behinderung durch eine „Schlüsselperson“ – also eine in einem Bereich tätige Person, der für die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastrukturen notwendig ist, versorgt wird. Hier gelten vergleichbare Regelungen wie bei der Betreuung von Kindern in Schule oder Kindertagesstätte. In diesen Fällen müssen die Arbeitgeber die Unentbehrlichkeit gegenüber der Einrichtung nachweisen.“

12.41 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Wesel

Die Zahl der bestätigten Fälle im Kreis Wesel liegt aktuell (Stand 12 Uhr) bei 152. Am Dienstag gab es zur selben Zeit 126 Fälle. Eine Unterteilung auf die einzelnen Kommunen macht der Kreis nicht mehr.

© van der Linde

12.11 Uhr: Radstation schließt heute

Ab heute, 18. März, schließt auch die Radstation am Busbahnhof wegen des Coronavirus ihre Türen. „Auf behördliche Anweisung bleibt die Radstation als Außenstelle der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen Büngern-Technik in der Zeit vom 18. März bis zum 19. April geschlossen“, ist auf einem Schild an der Eingangstür zu lesen. Bei dringenden Fragen können Bürger die Zentrale in Büngern anrufen (02872/9288-0).

11.50 Uhr: Stadt Bocholt gibt Pressekonferenz

Am Nachmittag veranstaltet die Stadt Bocholt eine Pressekonferenz. Dort geht es um den derzeitigen Stand und die Auswirkungen für Bocholt. Bürgermeister Peter Nebelo, der Erste Stadtrat Thomas Waschki, Vertreter des Fachbereichs Öffentliche Ordnung, die Feuerwehr und die Bocholter Energie- und Wasserversorgung stehen dabei Rede und Antwort.

11.45 Uhr: Aktuell 615 Corona-Infektionen im Regierungsbezirk Münster

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich von Dienstag bis zum heutigen Mittwoch von 565 auf jetzt 615 Fälle (Stand: Stand: 10.50 Uhr) weiter erhöht. Die Zahlen im Überblick:

  • Stadt Bottrop 9 (9)
  • Stadt Gelsenkirchen 21 (18)
  • Stadt Münster 114 (103)
  • Kreis Borken 123 (95), gesundet: 1
  • Kreis Coesfeld 70 (70), gesundet: 5
  • Kreis Recklinghausen 69 (63)
  • Kreis Steinfurt 114 (95)
  • Kreis Warendorf 89 (84)
  • Gesamt 615 (565)

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