Bocholt

Einschränkungen und Verschiebungen bei der Müllabfuhr

Zustand vieler Straßen nach Wintereinbruch lässt sicheres Befahren noch nicht zu

Freitag, 12. Februar 2021 - 15:47 Uhr

von BBV Redaktion

Bocholt – Der Entsorgungs- und Servicebetrieb (ESB) schränkt die Müllabfuhr in der kommenden Woche deutlich ein. Der Zustand vieler Straßen lasse ein sicheres Fahren mit Müllfahrzeugen nicht zu, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt. Ein erhöhtes Unfallrisiko ergebe sich durch eine etwaige Glätte.

© Stadt Bocholt

Eingeschränkte Müllabfuhr

Die rund 20 Tonnen schweren Automatik-Müllfahrzeuge des ESB könnten unkontrolliert ins Rutschen geraten und Passanten oder im Schnee spielende Kinder gefährden, erklärt die Stadt. Ebenfalls problematisch seien Fahrbahnverengungen durch Schneehaufen. Wenn sich Fahrzeuge begegneten, gebe es schnell chaotische Situationen und risikoreiche Rückwärtsfahrten. Auch die Bereitstellung der Tonnen dürfte mangels geeigneter Flächen vielfach abenteuerlich sein, aber keinesfalls sicher. Unfälle von Bürgern und Müllwerkern wären programmiert.

Konkret unterscheidet der ESB die bebauten Grundstücke in Bocholt für die kommende Woche in 2 Kategorien mit unterschiedlichen Regelungen: Keine Müllabfuhr gibt es in Wohngebieten, bei Ein- und Zwei-Familienhäusern, bei Häusern mit wenigen Parteien und bei Gewerbebetrieben mit geringen Abfallmengen (120- und 240-Liter-Müllgefäße).

Biomüll werde in dieser Woche im ganzen Stadtgebiet nicht abgeholt. ESB-Leiter Gisbert Jacobs erklärt, dass dies in den meisten Fällen unproblematisch sein dürfte. „Derzeit gibt es keine Gartenabfälle. Die Biotonnen sind nur zum Teil befüllt.“ Bei der Kälte sei auch nicht mit hygienischen Problemen zu rechnen. Außerdem sei der Biomüll vielfach in den Tonnen festgefroren. Auch die Entleerung der gelben Tonne und der blauen Tonne fällt aus. Seien die Tonnen voll, müssten sich die Haushalte übergangsweise mit der Sammlung in Säcken behelfen. Die Entleerung der Gelben Tonnen wird 14 Tage nach dem eigentlichen Abfuhrtermin nachgeholt - wenn eigentlich die Papiertonne geleert würde. Die Leerung der Papiertonnen falle dagegen einmalig für alle Bocholter aus. Jacobs: „Die Papierabfuhr kann besser ausfallen als die Einsammlung der Leichtverpackungen. Papier und Pappe stinkt nicht und kann gut zwischengelagert werden.“

Der ESB fahre gezielt die Grundstücke an, bei denen die Müllabfuhr aus hygienischen Gründen dringend notwendig sei. heißt es. Dies seien Altenheime, Kitas, Lebensmittelmärkte, Ärztehäuser, Großwohnanlagen und abfallintensive Betriebe. Hier finde die Restmüllentsorgung mit 1.100-Liter-Rollcontainer aus Metall oder Kunststoff statt. Dort werde die planmäßige Biomüllabfuhr am gewohnten Wochentag einmalig durch die Abfuhr von Restmüll ersetzt.

Grundstückeigentümer werden gebeten, den Stellplatz der Restmüllcontainer begehbar zu machen. Ist den ESB-Beschäftigten ein Transport der Container zur nächsten vom Müllwagen befahrenen Straße nicht möglich, werden die am Stellplatz bereitgelegten Säcke mitgenommen. Gleiches gilt für die Container mit gelben Deckeln, in denen Leichtverpackungen gesammelt werden. Eine Leerung der Papiercontainer findet auch bei diesen Objekten nicht statt.

Gibt es wegen der Regelung bei einzelnen Häusern erhebliche Entsorgungsprobleme, stehe der Wertstoffhof zu den üblichen Zeiten als zentrale Annahmestelle für alle Abfallgruppen zur Verfügung. Bis zum 22. Februar können haushaltsübliche Mengen an Restmüll kostenlos entsorgt werden.

Nach Einschätzung des ESB werden die Müllwagen wegen des Schnees auch in der übernächsten Woche enge Straßen nicht befahren können. Dennoch sollen alle Restmüllgefäße geleert werden. Jacobs: „Wir werden zusätzliche Fahrzeuge und mehr Personal einsetzen und die bereitgestellten Müllgefäße notfalls über längere Strecken an die Müllwagen heranziehen.“ Neben die Tonnen gestellte stabile Säcke mit Restmüll werden in der Woche ebenfalls mitgenommen.

Diese und weitergehende Informationen sind im Internet unter www.esb.bocholt.de nachzulesen. Außerdem werden die Änderungen in die ESB-Abfall-App eingepflegt.


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