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Bocholt

Extrem heißer Sommer führte zu Blaualgen im Aasee

Sperrung des Aasees Thema im Umweltausschuss

Dienstag, 18. September 2018 - 14:00 Uhr

von Renate Rüger

Bocholt - Der extrem trockene und heiße Sommer hat dazu geführt, dass im Aasee wieder Blaualgen auftauchten. Zweieinhalb Jahre lang hatte es im Aasee keine Probleme mehr mit Blaualgen gegeben. Der Aasee war jetzt Thema im Umweltausschuss.

Foto: Nikolaus Kellermann

Der Aasee von oben.

Die im Frühjahr 2016 installierten Ultraschallgeräte taten ihre Wirkung, berichtete Reinhold Wilke, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, Verkehr, Stadtgrün und Umwelt. Bis kurz vor dem Ende der Badesaison im August dieses Jahres ging alles gut. Doch dann musste der Aasee wieder wegen Blaualgen gesperrt werden. „Plötzlich waren die Werte wieder zu hoch“, sagte Wilke. „Eine Woche später konnte die Sperrung aber schon wieder gelockert werden.“ Segel- und Tretboote hätten wieder auf dem See fahren dürfen. Nur vor dem direkten Kontakt mit dem Wasser wurde gewarnt.

Der Sommer in diesem Jahr sei einfach „extrem heiß“ gewesen. Es habe kaum geregnet. Der Wasserstand des Aasees sei um 60 bis 70 Zentimeter gesunken. „Das war total extrem. Und das zeigt die Grenzen des Ultraschalls“, erklärte Wilke. „Alle Geräte sind ständig im Einsatz.“ Das Ultraschallgerät in der Nähe der Surferbucht habe wegen des sinkenden Wasserstandes zwei Mal nachjustiert werden müssen.

„Wir haben nicht ein Problem wie in Münster, wo es wegen Sauerstoffmangel zu einem Fischsterben kam“, sagte Wilke. Aber eine Garantie dafür, dass das nie geschehen könne, gebe es nicht. „Wir sind jetzt mit einem blauen Auge davongekommen.“

Klaus Holthausen (SPD) wies angesichts der Wasserverdunstung des Aasees bei einem anderen Tagesordnungspunkt noch einmal auf die Düngung der Felder hin. Er regte mehr Kontrollmessungen an, um die Nitratwerte im Aasee besser im Blick zu haben. Die Stadt könnte das mit den anderen Kommunen im Kreis erörtern, ergänzte Klaus Jung (SPD). Es gebe ja schon Projekte entlang der Aa und Kooperationsverträge mit den Bauern.

„Wir Landwirte wissen, dass wir einen Einfluss darauf (die Nitratwerte, d. Red.) haben“, sagte Thomas Wittag (CDU). Da habe es bereits intensive Beratungen gegeben. „Die Werte sind in den letzten 17 Jahren zurückgegangen“, sagte Wittag. Auch wenn es mal „Ausschläge“ gebe. Auf Vorschlag von Stadtbaurat Daniel Zöhler sollen nun Vertreter des Kreises Borken zu einer Veranstaltung nach Bocholt eingeladen werden, um ein gemeinsames Vorgehen gegen zu hohe Nitratwerte im Grundwasser zu erarbeiten.

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