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Bocholt

Gibt es bald eine deutsch-niederländische Feuerwache?

Projekt Crossfire in „Dinxperwick“

Montag, 12. März 2018 - 16:51 Uhr

von Theo Theissen

Bocholt-Suderwick/Dinxperlo - Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Feuerwehrleuten soll intensiviert werden. Um künftig noch schneller und effizienter auf Notfälle in der Grenzregion reagieren zu können, wird in einem Kölner Planungsbüro bereits über einen gemeinsam betriebenen deutsch-niederländischen Feuerwehrstandort an der Grenze nachgedacht.

Foto: Sven Betz

Falls in „Dinxperwick“ ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden sollte, hätte die Feuerwache in Suderwick möglicherweise ausgedient.

Unter dem Titel „Crossfire“ wird an einer Machbarkeitsstudie gearbeitet. „Das ist eine interessante Sache. Zurzeit geht es um die Untersuchungen der in Deutschland und den Niederlanden unterschiedlichen Bauvorschriften, Ausbildungen und manchmal im Detail unterschiedlichen Taktiken und darum, wie sie für gemeinsame Einsätze zusammengeführt werden können“, sagt Thomas Deckers, Leiter der Bocholter Feuerwehr.

Auf deutscher Seite ist die Feuerwehr Bocholt beteiligt. Auf niederländischer Seite machen die Wehren der Sicherheitsregionen Twente und Nord- und Ost-Gelderland mit. Nach einer Anlaufphase haben sich die vier Projektpartner kürzlich bei der Bocholter Feuerwehr zu einem ersten Workshop getroffen. Für Christiaan Velthausz, Koordinator der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der Brandweer in Nord- und Ost-Gelderland, ist es schon wegen des Standortes und der wachsenden Zusammenarbeit zwischen beiden Gemeinden logisch, eine binationale Feuerwache in Dinxperlo oder Suderwick aufzubauen.

„Notfälle und Schadenslagen kennen keine Staats- und Landesgrenzen, weswegen die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben auf beiden Seiten einer solchen Grenze im Ernstfall effektiv und effizient zusammenarbeiten müssen“, teilt Deckers mit. Und aus diesem Grunde dürften auch der Brandschutzbedarfsplan und die damit einhergehende Planung nicht an Grenzen enden, fügt er hinzu.

Bei einem grenzüberschreitenden Feuerwehrstandort müsste nur noch ein Gerätehaus unterhalten werden. Und auf den Einsatzfahrzeugen könnte Personal aus beiden Ländern geschult werden und Dienst tun. Die Feuerwehren an der deutsch-niederländischen Grenze arbeiten bereits seit vielen Jahren zusammen. Unter anderem überprüfen die Feuerwehren in Bocholt und Aalten diese Zusammenarbeit bei gemeinsamen Übungen. Doch bisher halten die niederländischen und deutschen Feuerwehren ihr Personal und ihre Technik in eigenen Feuerwehrhäusern entlang der Grenze für den Einsatz bereit. Mit einem Feuerwehrhaus in „Dinxperwick“ könnten sie jederzeit auf einen Brand oder ein anderes Notfallereignis noch schneller und noch zielgerichteter reagieren.

Außerdem würden sich bei der Rekrutierung neuer Feuerwehrleute neue Möglichkeiten ergeben. Deckers: „Nicht nur angesichts des demografischen Wandels sehen sich viele Feuerwehren mit der Situation konfrontiert, dass Nachwuchsmangel zu Personalproblemen führen kann.“

Eine Möglichkeit

Suderwick und Dinxperlo seien nur eine von mehreren Möglichkeiten, um ein deutsch-niederländisches Feuerwehrhaus in der Grenzregion zu realisieren, sagt Bocholts Feuerwehr-Chef Thomas Deckers. Die Kosten für die „Crossfire“-Studie in Höhe von 25000 Euro bezahlt die Euregio.

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