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Bocholt

Haus- und Bodenpreise in Bocholt steigen weiter

Neuer Grundstücksmarktbericht ist fertig

Freitag, 9. März 2018 - 17:30 Uhr

von Renate Rüger

Bocholt - Die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen in Bocholt sind im letzten Jahr wieder gestiegen. Auch die Preise für Baugrundstücke und landwirtschaftliche Nutzflächen gehen weiter in die Höhe. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht hervor, den Nicole Johann, Vorsitzende des Gutachterausschusses, jetzt im Bauausschuss vorstellte.

Foto: Colourbox.de

Die durchschnittlichen Preise für Häuser in Bocholt

Ein typisches Einfamilienhaus kostet demnach durchschnittlich 279.000 Euro (im übrigen Kreis Borken sind es 242.000 Euro). 76 solcher frei stehenden Häuser wurden letztes Jahr verkauft. Mehr Menschen erwarben demgegenüber ein Doppel- oder Reihenendhaus und gaben dafür im Schnitt 220.000 Euro (Kreis: 214.000 Euro) aus, was einen Preisanstieg von 18 Prozent bedeutet. 91 solcher Häuser wechselten den Besitzer, bei den Reihenmittelhäusern waren es 56. Der durchschnittliche Preis hier lag bei 175.000 Euro (Kreis: 134.000 Euro).

Die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen sank auf 233. Das sind 17 weniger als im Vorjahr und sogar 142 weniger als 2015, in dem es den absoluten Höhepunkt gab. Grund waren über 100 Verkäufe, die damals allein wegen des Hammersen Seniorenparks abgeschlossen, erklärte Johann. Bei 39 der im letzten Jahr verkauften Eigentumswohnungen handele es sich um Erstverkäufe. Der Preis für eine neue Eigentumswohnung lag durchschnittlich bei 2762 Euro pro Quadratmeter – 100 Euro mehr als im Vorjahr und 365 Euro pro Quadratmeter mehr als noch im Jahr 2015.

Recht unterschiedlich fielen die Preise jedoch bezüglich der Baujahre aus, sagte Johann. Eigentumswohnungen der Baujahre 2000 bis 2009 wurden teurer – im Vergleich zum Vorjahr um 245 Euro pro Quadratmeter. Wohnungen aus den 70er-Jahren hingegen wurden billiger und kosten nun durchschnittlich 1272 Euro pro Quadratmeter. Dass Eigentumswohnungen aus den 60er-Jahren demgegenüber viel teuerer sind (durchschnittlich 1590 Euro pro Quadratmeter) liege daran, dass viele dieser Wohnungen saniert wurden und deshalb in einem besseren Zustand seien, erklärte Johann.

116 unbebaute Grundstücke gab es 2017. Die höchsten Umsätze wurden im individuellen Wohnungsbau (4,5 Millionen Euro) und Geschosswohnungsbau (4 Millionen) erzielt. 47 Wohnbaugrundstücke wechselten den Besitzer – ebenso viele wie im Vorjahr. 31 davon verkaufte die Stadt, die meisten (25) in Holtwick für einen Quadratmeterpreis von 165 Euro. Bei den privaten Verkäufen liege der durchschnittliche Preis bei 253 Euro pro Quadratmeter, sagte Johann.

Die Preise, die wegen des Bodenmanagements bis 2010/2011 stabil gewesen seien, seien in die Höhe geschnellt, weil es kaum noch etwas auf dem Markt gebe, erklärte Johann. Auch die Quadratmeterpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen seien letztes Jahr um rund 9 Prozent auf 8,30 Euro gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2010 (3,50 Euro) gab es hier sogar eine Preissteigerung von 137 Prozent.

Der Grundstücksmarktbericht ist im Internet abrufbar unter| www.boris.nrw.de.

162 Millionen Euro

Mit Grundstücken und Häusern sind im letzten Jahr in Bocholt rund 162 Millionen Euro umgesetzt worden. Das entspricht rund 22 Prozent des Geldumsatzes des Kreises Borken. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in Bocholt vier Kauffälle mehr: 806.

Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden insgesamt rund 62 Millionen Euro ausgegeben, für Eigentumswohnungen rund 36 Millionen Euro und für Mehrfamilienhäuser rund 20 Millionen Euro. Das teuerste Einfamilienhaus kostete so viel wie die teuerste Eigentumswohnung: rund eine halbe Million Euro.

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