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Bocholt

Kabarettist Jörg Knör begeistert im Stadttheater

Auftritt bei der Jubiläumsfeier der Lions Clubs

Freitag, 17. November 2017 - 18:23 Uhr

von Michael Stukowski

Bocholt - Die acht Lions und Leo Clubs aus der Region haben das 100-jährige Bestehen von Lions International mit einem Auftritt von Kabarettist und Parodist Jörg Knör im Bocholter Stadttheater gefeiert. Dort präsentierte er sein Programm „Filou“.

Foto: Michael Stukowski

Jörg Knör entführt die Besucher zu Beginn ins Pariser Künstlerviertel Montmartre.

Nicht nur, dass Knör den Lions zum Jubiläum eine selbst gemachte Zeichnung schenkte – er brachte auch ein Bühnenbild mit, das das Pariser Künstlerviertel Montmartre zeigte.

Dort, wo selbst zu den Hauptverkehrszeiten nur selten so viele Promis flaniert haben dürften wie in den gut zwei Stunden im ausverkauften Stadttheater, hat er vor über 40 Jahren das Zeichnen erlernt. Jetzt ließ der Wahl-Hamburger dort zur hellen Freude seiner Fans viele seiner prominenten „Weggefährten“ wie etwa Gilbert Becaud, Charles Aznavour oder den Showmaster Rudi Carell auftreten.

Verblüffend: Die Lästerzunge erwies sich dabei nicht nur als ein begnadeter Stimmenimitator und Entertainer, sondern war auch multitaskingfähig. Denn wenn Knör mal wieder eines seiner Promi-Opfer nachäffte, ging er auch schon mal hinüber an die Staffelei und unterbrach seinen Redefluss nicht, während er eine Zeichnung oder Karikatur aus dem Ärmel schüttelte.

So schlagfertig, wie er in Bocholt die Gäste in den ersten Reihen ansprach, zog er auch bei seiner Promi-Kür vom Leder. Da hatte Tennislegende Boris Becker eine Süßwasser-Migräne, doch seine Kopfschmerzen waren in der Besenkammer plötzlich „wie weggeblasen“. Gerhard Schröder, dessen Timbre der Parodist brillant traf, bekam ein russisches Volkslied in den Mund gelegt. Das heißt eigentlich „Kalinka“, doch der Altkanzler tönte: „Kein Linker. . . hat so viel Geld wie ich.“

So gut wie die Lieder und Bonmots zündeten auch die kleinen „Tauschkonzerte“, die Knör zum Besten gab. Frech legte er auf die Musik von Xavier Naidoos „Dieser Weg“ die Worte aus Helge Schneiders Nonsens-Song „Katzenklo“, und „Hello again“ (Howard Carpendale) schlug rockige Saltos in bester Rammsteinmanier. Gefragt, was er mit Bocholt verbinde, pfiff Knör die Filmmusik aus dem Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ und spielte damit auf den einsamen Bahnsteig an, auf dem er nach einem Auftritt einmal an einem Sonntagmorgen auf den Zug warten musste. Das war aber auch schon der einzige Wermutstropfen in dem köstlichen Kabarettcocktail, den der Entertainer zur Jubiläumsfeier der „Lions“ servierte.

Am Ende übergab Lukas Groß Bölting (Lions Club Rhede) dem Parodisten noch ein leckeres Geschenk aus dem Rheder Schokoladenmuseum. Der Erlös der begeisternden Benefizveranstaltung soll der Flüchtlingshilfe zugutekommen.

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