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Bocholt

Neue Ansichten von Kubaai

Baustart 2020 geplant. Auch die alte Spinnerei soll um- und ausgebaut werden.

Freitag, 6. Dezember 2019 - 11:32 Uhr

von Renate Rüger

Bocholt – Das Kubaai-Quartier nimmt langsam Gestalt an. Mitte nächsten Jahres sollen auf den vier Baufeldern zwischen Industriestraße und Aa die ersten Häuser gebaut werden. Das Düsseldorfer Architekturbüro „greeen architects“ hat die Entwürfe aus dem Wettbewerb zum Verkauf der städtischen Grundstücke weiter durchgeplant.

© greeen architects, Düsseldorf

In der Sitzung des Lenkungsausschusses Kubaai wurden einige Ansichten vom neuen Stadtquartier gezeigt, die die Stadt Bocholt nun auch den Medien zur Verfügung stellte.

Die Lenkungsgruppe hat die Verwaltung und die Stadtquartiere Bocholt GmbH (SQB) jetzt beauftragt, auf dieser Grundlage die weiteren Abstimmungen mit der List-Gruppe vorzunehmen, teilt die Stadt Bocholt mit. In der Sitzung hätten die Politiker noch einmal verdeutlicht, dass die im Kubaai-Areal geforderte Gestaltungsqualität gesichert und der Nutzungsmix mit sozialem Wohnungsbau und Kindertagesstätte umgesetzt werden soll.

Die List-Gruppe, die die vier Baufelder kaufte, hatte zwischenzeitlich vor, alle Sozialwohnungen auf dem Feld I zu konzentrieren – dort, wo auch das Parkhaus und die Kita gebaut werden sollten. Das stieß jedoch auf Proteste der Politiker, die eine „Getto-Bildung“ befürchteten und die vorgegebenen 20 Prozent an Sozialwohnungen am liebsten auf alle vier Baufelder verteilt hätten.

Inzwischen geben sich die Politiker nach BBV-Informationen damit zufrieden, die Sozialwohnungen auf zwei Baufeldern zu konzentrieren. Die List-Gruppe könne sich das – nach aktuellem Diskussionsstand – auch vorstellen, sagt der städtische Projektkoordinator Udo Geidies. Voraussetzung sei aber, dass dies zum Beispiel auch von der Wohnungsbauförderung mitgetragen werde und keine Nachteile in der Förderung entstünden. „Die endgültige Klärung kann aber erst mit Abschluss des Vertrags erfolgen“, sagt Geidies. Die Vorgabe mit den Sozialwohnungen soll in den Gestaltungsvertrag (städtebaulichen Vertrag) aufgenommen werden, den die Stadt, SQB und List-Gruppe im nächsten halben Jahr unterzeichnen wollen.

Bis zur Baugenehmigung und zum vorgesehenen Baubeginn Mitte nächsten Jahres seien noch „einige anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen“, erklärte Stadtbaurat Daniel Zöhler. Die angestrebte Entwicklungszeit von ungefähr zwei Jahren seit dem ersten Aufruf zum Verkauf der städtischen Grundstücke sei unter diesen Gesichtspunkten schon „beeindruckend kurz“.

Der Um- und Ausbau der alten Spinnerei Herding zum Lernwerk soll ebenfalls nächstes Jahr starten. Zur „Beschleunigung“ der entsprechenden Bauaufträge hat sich die Verwaltung mit den Politikern darauf geeinigt, die Sitzungstermine des Haupt- und Finanzausschusses „flexibel“ zu gestalten. So könne die Zustimmung der Politiker kurzfristig eingeholt werden, erklärt die Stadt.

Zu den Bauarbeiten für das Lernwerk zählen auch das Umfeld mit der Fuß- und Radwegeanbindung an die Innenstadt, die „versunkene Brücke“ und die Sanierung der historischen Eisenbahnbrücke. Diese Baustellen waren ebenfalls Thema der Lenkungsgruppe Kubaai. Peter Tautz, Geschäftsführer der SQB, habe dazu einen ersten gemeinsamen Baustelleneinrichtungsplan gezeigt, berichtet die Stadt. Das erste Teilstück der ehemaligen Eisenbahntrasse von der Industriestraße bis zur Brücke müsse als Erschließung für die Baustellen genutzt werden. Der Entsorgungs- und Servicebetrieb (ESB) werde deshalb in den kommenden Tagen die dortigen Büsche und Bäume zurückschneiden.

Mit dem Ausbau der Museumsplätze des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) entsteht im nächsten Jahr eine weitere Baustelle im Kubaai-Gebiet. In diesem Zuge solle auch der geplante Spielplatz zwischen Overbergschule und Webereimuseum als Gemeinschaftsprojekt der Kubaai-Entwicklungsplanung, des Jugendamtes und des LWL umgesetzt werden, berichtete Tautz. Die Planungen dazu liefen jetzt an.

© greeen architects, Düsseldorf

Der geplante Park auf dem Gelände.

© greeen architects, Düsseldorf

Ein Blick in den Hof.

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