Bocholt

Meckermann: Die Einladung

19. April 2022

Dienstag, 19. April 2022 - 09:37 Uhr

von Renate Rüger

Zutiefst betroffen zeigte sich jetzt eine Bocholterin, deren Vater einen Brief mit einer Einladung zum Frühlingsfest erhielt. Mit Getränken, Imbiss und guter Musik wolle man mit ihm einen schönen Abend verbringen. „Wir alle freuen uns schon jetzt auf deine Teilnahme.“ Das Problem: Der Vater der Bocholterin ist tot. Er starb im September letzten Jahres – mit nur 62 Jahren. Rund 37 Jahre hatte er für die große Firma gearbeitet, deren Betriebsrat ihm nun die Einladung zum Frühlingsfest schickte. Gewiss, das ist ein Versehen. Aber dieses Versehen schockte die ganze Familie der Bocholterin, die sich jetzt bei Meckermann meldete. „Können Sie sich vorstellen, wie wir uns als trauernde Angehörige fühlen?“, fragt sie. „Es vergeht kein Tag, an dem wir meinen Vater nicht schmerzlich vermissen. Auch wenn in großen Unternehmen der Mensch nicht mehr als Mensch wertgeschätzt wird, so sollte man ihn aber auch nach seinem Tod nicht mit einem solchen Schreiben verhöhnen.“ – rü –

Georg Mikut 19.04.202218:15 Uhr

In der heute schnelllebigen Zeit lassen sich Fehler und unglückliche Umstände nicht gänzlich vermeiden, die dann im Ergebnis zu einer solch peinlichen Situation führt, wie oben von "Meckermann" beschrieben. Ich bin mir aber sicher, dass der Betriebsrat in keinster Weise darauf bedacht war, gezielt die Angehörigen des Verstorbenen zu verhöhnen.

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