Bocholt

Meckermann: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit?

14. Oktober

Donnerstag, 14. Oktober 2021 - 03:30 Uhr

von Renate Rüger

Nur kurz verließ die 72-jährige Bocholtern ihren Tisch in der Frittenbude in Dinxperlo. Ihre Einkaufstasche nahm sie zur Toilette mit, die Handtasche jedoch ließ sie versehentlich auf dem Stuhl liegen. Und es kam, wie es kommen musste: Als sie zurückkehrte, war die Handtasche mit Ausweisen, Bankkarte und Handy weg. Und das ältere Ehepaar – die einzigen weiteren Gäste der Imbissbude – ebenfalls. Der Imbiss-Betreiber habe sofort die Polizei gerufen. Und die wiederum habe sich ganz rührend um sie gekümmert, berichtet die 72-Jährige. Ein Polizist habe ihr sogar sein Handy geliehen, damit sie ihren Mann in Bocholt anrufen konnte. Der habe ja schließlich schnell ihr Handy und die Bankkarten sperren müssen. Mit dem Bus sei sie dann zurück nach Bocholt gefahren. „Mein Busticket hatte ich ja in der Jackentasche“, erklärte die 72-Jährige. Ihr Mann habe davon aber nichts gewusst. „Er machte sich Sorgen, wie ich nach Hause komme und wollte mich erreichen.“ Weil er die Telefonnummer der Polizeiwache in Dinxperlo nicht hatte, habe er die deutsche Polizei angerufen. Denn einen Internetanschluss besitze die Familie nicht. „Aber die deutschen Polizisten wollten oder konnten die Telefonnummer der holländischen Wache nicht herausgeben“, klagt die Bocholterin. Da sei immer von grenzüberschreitender Zusammenarbeit die Rede und nun das! Das enttäusche sie zutiefst.

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