Bocholt

Meckermann: Warten auf das Rezept

19. März

Freitag, 19. März 2021 - 04:00 Uhr

von Nikolaus Kellermann

In Zeiten der Corona-Pandemie zeigen viele Händler und Gastronomen, wie schnell und innovativ sie Dinge umsetzen können, um auch weiter für ihre Kunden da sein zu können. Wie sehr sie sich darin von manchen Arztpraxen unterscheiden, musste Meckermanns Bekannter jetzt erleben. Der wollte bei seinem Facharzt ein zuvor telefonisch bestelltes Rezept abholen. Leichter gesagt, als getan: Angekommen musste er in einem schlecht belüfteten Raum mit vielen anderen Patienten warten, um erst mal an die Reihe zu kommen – und dann wiederum darauf, dass sein Rezept vom Arzt unterschrieben wird. Das muss doch in Corona-Zeiten besser gehen, denkt sich Meckermanns Bekannter. Warum wird das Rezept nicht beispielsweise gleich zur Apotheke geschickt? Warum gibt es keine Rezept-Codes per Smartphone-App? Oder warum veranlasst eine Praxis nicht, dass die Rezepte zu festen Zeiten vor der Praxis ausgegeben werden? Hierzulande scheint es noch Verbesserungspotenzial zu geben!

Georg Mikut 20.03.202118:50 Uhr

Der Kommentar des Herrn Deing ist für mich eher zutreffend. Natürlich müssen persönliche Daten geschützt werden. Aber dieses Gesetz blockiert auch andere Abläufe von hoher Wichtigkeit. Allein gut geplante Massnahmen der Verbrechensbekaempfung wurden leider aus datenschutzrechtlichen Gründen ausgehebelt. Politische Entscheidungen können zum Teil deswegen nicht umgesetzt werden. Vermutlich haben einige Befürworter der Datenschutzbestimmungen irgendetwas Unrechtmäßiges der Öffentlichkeit zu verbergen.

St. Kerkhoff 19.03.202117:15 Uhr

Ich bin ein großer Fan von Digitalisierung. Aber ich denke, dass das (noch) nicht klappt, hat auch datenschutzrechtliche Gründe. Letzendlich geht es hier um sehr sensible Informationen. Meine Daten auf z B einer Gesundheitskarte der Krankenkasse sehe ich hochgradig kritisch.

Joachim Deing antwortete am 19.03.202120:58 Uhr

Das ist Quatsch, weil die Daten auf der Gesundheitskarte nur von den Leuten gesehen werden können, wo das nötig ist. Ein Zahnarzt kann z.B. keine Speicherungen vom Frauenarzt oder Urologen sehen/lesen.
Die Diagnosen werden schon lange in die Systeme der Krankenkassen eingepflegt - zur Abrechnung der ärztlichen Leistung ist das nun mal erforderlich.
Aber wenn ein Notarzt bei einer bewusstlosen Person von der Karte Hinweise auf Allergien oder Krampfleiden, Herzerkrankungen etc bekommt, kann das Leben retten!!
Ich glaube, das bei der Datenspeicherung auf der Krankenkassenkarte die Daten sicherer sind als bei den zur Zeit gängigen Verfahren!

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