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Bocholt

Nach Sturz: 13-jähriger Junge nicht in Lebensgefahr

Junge aus Winterswijk stürzt vom Parkdeck

Dienstag, 30. Oktober 2018 - 15:37 Uhr

von Carola Korff

Bocholt - Am Tag nach dem tragischen Sturz eines 13-jährigen Jungen vom Arkaden-Parkdeck meldet die Polizei, der Junge sei nicht in Lebensgefahr. Er war von einem Podest am Rand des Parkdecks mehr als 12 Meter in die Tiefe gestürzt und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden.

Foto: Sven Betz

Wie die Polizei berichtet, war er am Dienstag schon ansprechbar und konnte im Krankenhaus erste Angaben zu seinem Sturz machen. Die Polizei korrigierte am Dienstag das Alter des Jungen. Entgegen den ersten Angaben ist er nicht 12, sondern seit einer Woche bereits 13 Jahre alt. Aus bisher unbekannten Gründen war er am Montag gegen 13.50 Uhr auf die Brüstung des Parkdecks geklettert und etwa zwölf Meter in die Tiefe gefallen. Zum Glück landete er etwa 20 Meter von der Ausfahrt entfernt in einem Kiesbett und verletzte sich daher nicht lebensgefährlich. Die wichtigste Erkenntnis der Kriminalpolizei bisher: Es liegt offenbar kein Fremdverschulden vor. Der Junge wurde – auch nach seinen eigenen Angaben – nicht geschubst oder gestoßen. Er war alleine auf dem Gelände, nachdem er von seinem Elternhaus in Winterswijk alleine mit dem Fahrrad nach Bocholt gefahren war.

Die Eltern seien davon ausgegangen, ihr Sohn wäre zur Schule gefahren, sagte Kripochef Peter Müggenborg auf BBV-Nachfrage. Warum der Junge stattdessen nach Bocholt fuhr, was er auf der Brüstung des Parkdecks wollte und warum er abstürzte, ist bisher immer noch unklar. Augenzeugen gibt es nur für die letzten Meter des Sturzes. Das gesamte Geschehen hat wohl niemand mitbekommen. Auch die Auswertung der Überwachungskamera habe nicht zur Klärung der Sturzursache beigetragen, so die Polizei. Ein Handy hatte der Junge nicht dabei.

Die Kripo bittet daher alle, denen der 13-jährige Junge am Montagmittag aufgefallen ist, sich unter 02871/ 2990 zu melden. „Wir gehen allen Hinweisen nach“, sagt Müggenborg.

Center-Manager Heiko Wagner von den Shopping-Arkaden hat sich die Stelle auf dem Parkdeck Dienstag und am Montag mehrfach mit der Polizei angesehen. „Uns trifft keinerlei Verschulden“, sagt er. Die Brüstung sei sogar höher als vorgeschrieben, davor befinde sich zusätzlich noch eine Leitplanke. „Aus Versehen kann da nichts passieren“, sagt Wagner. Die hohe Brüstung helfe aber nichts, „wenn jemand mutwillig darüberklettert.“ Noch sei allerdings überhaupt nicht klar, wie es zu dem Sturz kam und von wo der Junge genau heruntergefallen ist. Er sei nur froh, sagt Wagner, dass die Sache für das Kind so relativ glimpflich ausgegangen sei.

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