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Bocholt

Präventionsprogramm „Pinke Weste“ bei Flender wird fortgesetzt

Beratung zum Thema Arbeitsplatz und Körperhaltungen

Mittwoch, 14. März 2018 - 17:05 Uhr

von Patrick Moebs

Bocholt - Die Aktion „Pinke Weste“ wird in diesem Jahr bei Flender fortgesetzt. Physiotherapeutin Martina Huttenlocher berät die Mitarbeiter zum Thema Arbeitsplatz und Körperhaltungen.

Foto: Flender

Physiotherapeutin Martina Huttenlocher berät die Flender-Mitarbeiter direkt am Arbeitsplatz.

Eigentlich war die pinkfarbene Weste von Martina Huttenlocher nur als Erkennungsmerkmal gedacht. Doch inzwischen ist die Weste, die die Physiotherapeutin bei Flender trägt, zum Markenzeichen geworden. Die Aktion „Pinke Weste“, wie sie genannt wird, läuft so erfolgreich, dass sie auch in diesem Jahr fortgesetzt wird.

In deutschen Unternehmen sind mehr als 20 Prozent aller Krankmeldungen auf Probleme mit dem Skelett oder der Muskulatur zurückzuführen. „Täglich acht Stunden sitzen, das ist Schwerstarbeit für unseren Rücken“, sagt Dr. Siegmar Rohde, Leiter des medizinischen Dienstes bei Flender. Zu den Folgen können Nackenschmerzen, Entzündungen der Hand- und Schultergelenke oder Verschleiß im Hüft- und Kniegelenk gehören.

Für den Flender-Arbeitskreis Gesundheit war das der Anlass, 2017 zusammen mit der Krankenkasse DAK Gesundheit ein Präventionsprojekt ins Leben zu rufen – die Aktion „Pinke Weste“. Bewegungsmangel sei wie ständig wiederkehrende Bewegungsabläufe oder einseitige Belastungen die Hauptursache für körperliche Beschwerden am Arbeitsplatz, so Rohde.

Martina Huttenlocher versucht, mit den Mitarbeitern Arbeitsplätze oder Körperhaltungen durch einfache Tipps so zu optimieren, dass Schmerzen gelindert werden können oder gar nicht entstehen. „Das kann schon ein anders gestellter Bildschirm sein“, nennt Huttenlocher ein Beispiel.

Über 1000 Kollegen hat die Physiotherapeutin bereits beraten. Das Feedback aus der Belegschaft ist positiv. „Ich habe mit Mitarbeitern gesprochen, die mir sagten, dass das Sitzen plötzlich deutlich angenehmer sei“, sagt Rohde. Huttenlocher hatte kurz vorher die Einstellungen von Bürostuhl und PC korrigiert.

Siegmar Rohde schickt inzwischen auch Mitarbeiter mit Problemen im Muskel-Skelett-Bereich gezielt zu ihr, um geeignete Therapiemaßnahmen zu finden. Mehr als 150 Flenderanern konnten so konkrete Übungen zur Eigentherapie an die Hand gegeben werden.

Martina Huttenlocher freut sich über die positive Resonanz. „Der große Teil der Mitarbeiter ist sehr aufgeschlossen gegenüber der Aktion und meiner Beratung“, sagt sie. Viele Kollegen in der Produktion hätten auch gesagt, dass die Arbeitsplätze bereits sehr gut ausgestattet seien. Huttenlocher: „Das kann ich bestätigen.“

Auch die DAK Gesundheit ist mit dem Programm zur Prävention zufrieden. „Die ,Pinke Weste‘ kommt bei den Mitarbeitern an – und zwar direkt am Arbeitsplatz“, sagt Andreas Pferdekemper von der DAK Gesundheit.

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