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Bocholt

St.-Agnes-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz

Eröffnung der Kirche am Schonenberg nach der Sanierung

Freitag, 2. November 2018 - 11:54 Uhr

von Sabrina Ouazane

Bocholt - Die St.-Agnes-Kapelle am Schonenberg in der Bocholter Innenstadt ist nach monatelanger Sanierung wieder eröffnet worden. Nach einer Festmesse begutachteten viele Besucher die frisch restaurierte Kirche, die heute das zweitälteste oberirdische Gebäude Bocholts ist.

Foto: Sabrina Ouazane

Hell und barrierefrei präsentiert sich das Innere der St.-Agnes-Kapelle bei der Eröffnungsmesse. Foto: Sabrina Ouazane

Es roch nach frisch gestrichener Farbe und über dem Altar schimmerte ein rot leuchtendes Kreuz. „Vieles ist umgestaltet worden“, sagte Pfarrer Rafael van Straelen bei der Eröffnung der sanierten St.-Agnes-Kapelle am Donnerstag.

Die an das Diepenbrockstift angrenzende Kirche sollte hauptsächlich für die Bewohner des Seniorenheims barrierefrei gemacht werden. Holzstühle ersetzen die gewohnten Bänke und können je nach Anlass und Besucher beliebig umgeräumt werden. „Wir wollten flexibel sein“, so Architekt Ekkehard Scholz. Aus diesem Grund seien nicht nur die Stühle, sondern auch der Altar aus Holz.

Die größte Baumaßnahme sei das Beseitigen der beiden ehemaligen Stufen, die zum Altar führten, sagte Scholz. An der Stelle befindet sich nun eine Linie im Boden, die den Altar vom Rest des Raumes trennt. „Wir haben uns für eine wohnliche Lösung entschieden“, so Scholz. Daher seien die Wände in Sandsteinfarben gestrichen worden, erklärte er.

Foto: Sabrina Ouazane

Pfarrer Rafael van Straelen (re.) bedankt sich beim Architekten Ekkehard Scholz.

Während der Sanierungsarbeiten ist ein alter Gewölbekeller aus dem 15. Jahrhundert im rechten Seitenflügel der Kapelle entdeckt worden (das BBV berichtete). Nachdem ein Archäologe dieses Gewölbe genau untersucht und alles dokumentiert hatte, sollte der Fund auch für die Bürger erhalten bleiben. Daher entschied sich der Architekt an der Stelle für einen Glasboden. Außerdem könne so der ebene Boden gewahrt bleiben, sagte er. Ein weiteres Augenmerk richteten alle auf das Kunstwerk von Ludger Hinse „Liebe und Tod“, das aus augenscheinlich rotem Glas gebaute Kreuz, das je nach Winkel mal gut und mal kaum sichtbar ist.

Stellvertretend für die Altenheimbewohner bedankte sich Lia Stark bei allen Beteiligten. Sie und die anderen Senioren hätten sich vorab nicht allzu viele Hoffnungen machen wollen. „Wir lassen uns überraschen“, sagte sie. Die Überraschung schien geglückt zu sein.

„Ich wollte die Gelegenheit wahrnehmen und Ihnen auch danken, dass Sie unsere alte Kirche so schön wiederhergerichtet haben“, sagte Axel Gehrmann, Pfarrer der Christuskirche zum Architekten Ekkehard Scholz und sorgte damit für Lachen bei den Anwesenden. Gehrmann bezog sich darauf, dass die St.-Agnes-Kapelle von 1818 bis 1901 von der evangelischen Gemeinde genutzt wurde. Er war der Meinung, dass sowohl Katholiken als auch Protestanten den gleichen Weg beschreiten. Aus diesem Grund schenkte Gehrmann seinem Kollegen Rafael van Straelen ein Stahlkreuz, bestehend aus parallel nebeneinanderliegenden Stangen. Er sei sich nicht sicher gewesen, ob das optisch zu der Kapelle passen würde. Gehrmann schaute sich kurz um, wischte sich angedeutet den Schweiß von der Stirn und sagte: „Passt!“ Trotz der schönen Schmuckstücke in der Kapelle seien die wahren Schmuckstücke die Bewohner des Altenheims, so Pfarrer van Straelen.

ludwig deing 02.11.201819:53 Uhr

1965 und 1967 habe ich mit meinen Kindern den Müttersegen bekommen ,man konnte mit dem Baby aus dem Kh.zur Kapelle hin .

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