Bocholt

Sturm „Friederike“: Stromausfall in Bocholt, leeres Haus in Lowick eingestürzt

Feuerwehr im Dauereinsatz / Abgedeckte Dächer, niemand verletzt

Donnerstag, 18. Januar 2018 - 18:08 Uhr

von Claudia Feld, Nikolaus Kellermann und Jochen Krühler

Bocholt - Das Sturmtief „Friederike“ ist am Vormittag und Mittag durch die Region gezogen. In Teilen Bocholts blieb der Strom weg, Dächer wurden abgedeckt, in Lowick stürzte ein leerstehendes Bauernhaus teilweise ein. In Isselburg-Werth sind die Flügel der Turmwindmühle teilweise abgebrochen. Die Bocholter Feuerwehr rückte mehr als 150 Mal aus.

© Sven Betz

Am Boytinkweg in Lowick ist dieser Baum auf das Dach einer Stallung gestürzt.

17.50 Uhr: Bilanz der Bocholter Feuerwehr am späten Nachmittag: Mehr als 180 Einsätze. „Es war ein arbeitsreicher Tag“, fasst Feuerwehr-Chef Thomas Deckers zusammen. Bis in den Abend werden die Einsätze schätzungsweise noch dauern, heißt es.

17.35 Uhr: Am Boytinkweg in Lowick ist ein Baum auf eine Stallung gestürzt. Auch hier wurde laut Feuerwehr niemand verletzt. Die Tiere kamen ebenfalls ohne Schaden davon. Das Stalldach ist jedoch beschädigt.

16.25 Uhr: Die Stadt Bocholt rät Schülern, die aus Richtung Rhede kommen und normalerweise durch den Bocholter Stadtwald fahren, dass sie am morgigen Freitag besser den Radweg an der B67 nutzen und über die Münsterstraße nach Bocholt fahren. Auch der Schulbus zum Euregiogymnasium werde die Route Münsterstraße-Blücherstraße nehmen. Im Stadtwald könnten lose Baumkronen, herabfallende Äste oder entwurzelte Bäume nach wie vor zur unberechenbaren Gefahr werden. Der Stadtwald sollte deshalb möglichst gemieden werden.

16.16 Uhr: Korrektur: In Lowick ist am Vormittag keine Scheune eingestürzt, sondern ein altes Bauernhaus, wie wir gerade erfahren. Das Haus an der Thonhausenstraße sollte umgebaut werden und war bereits abgedeckt. Sturm „Friederike“ hob den freiliegenden Dachstuhl ab, daraufhin stürzte der Giebel ein. Keine Verletzten.

© Sven Betz

In Lowick riss der Sturm das Dach eines leerstehenden Bauernhauses ab. Der Giebel stürzte ein.

15.45 Uhr: Der Raum Bocholt ist ein Einsatzschwerpunkt der Feuerwehren im Kreis Borken gewesen. Das teilte Landrat Dr. Kai Zwicker nach einer Lagebesprechung am frühen Nachmittag im Borkener Kreishaus mit. Rund 160 Einsätze gab es dort bis dahin. Kreisweit verzeichnete die Kreisleitstelle bisher 519 sturmbedingte Einsätze.

15.25 Uhr: Am Bömkesweg in Mussum ist gegen 13 Uhr ein Baum auf die Schienen der Zugstrecke Bocholt-Wesel gestürzt, teilt die Feuewehr mit. Betreiber Abellio hatte den Zugverkehr jedoch schon vorher am Vormittag eingestellt - und zwar im gesamten Niederrhein-Netz.

© Sven Betz

An der Lönsstraße fiel ein Baum auf ein Grundstück und beschädigte ein Haus.

15.20 Uhr: In Lowick an der Thonhausenstraße ist heute am Vormittag eine alte Scheune eingestürzt, berichtet uns die Feuerwehr. Das Gebäude war leer, niemand wurde verletzt.

14.45 Uhr: Die Stadtbuslinien C7 (Suderwick), C8 (Barlo) und C11 (Aalten) haben ihren normalen Betrieb wieder aufgenommen.

14.40 Uhr: Zwischenbilanz aus Rhede: Etwa 45 Unwettereinsätze, von denen die Feuerwehr derzeit 20 noch nicht abgearbeitet hat. Die vier großen Straßen Brüner Straße, Bocholter Straße, Barloer Straße und Ächterkrommert sind wegen umgefallener Bäume weiterhin gesperrt. Wehrführer Christoph Terwiel appelliert an die Hausbesitzer, ihre Dächer und Bäume zu kontrollieren. Dafür seien die Hausbesitzer selber zuständig.

© Sven Betz

In Rhede war ein Baum vom Wind auf einen Güllebehälter geweht worden.

14.25 Uhr: In Rhede ist ein Baum auf einen Gülletank gestürzt. Doch: „Da ist weniger Gülle ausgelaufen, als zunächst gedacht“, berichtet Dennis Walk von der Feuerwehr Rhede. „Die Bauern haben gut reagiert. Es ist was in einen Graben gelaufen, den sie eingedeicht haben. Das wird jetzt abgepumpt.“

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Schäden nach "Friederike" in Bocholt

Donnerstag, 18. Januar 2018

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14.23 Uhr:Der Bereich Stadtwald („In der Kickheide“) bleibt übrigens bis auf Weiteres gesperrt, teilt die Stadt Bocholt mit.

14.15 Uhr: Der Sturm ist im Raum Bocholt merklich abgeflaut. Die Stadt Bocholt löst den Krisenstab auf und stellt das zwischenzeitlich aufgeschaltete Bürgertelefon wieder ein, teilt sie mit. Bei der Feuerwehr gingen bislang zwischen 10 uhr und 13.30 Uhr 106 Einsätze ein, heißt es. Personenschäden waren nicht darunter. Derzeit würden umfangreiche Aufräumarbeiten laufen.

© Sven Betz

Auch in der Ziegelheide sind große Bäume umgestürzt.

13.30 Uhr: Die Stadt Bocholt berichtet auf ihrer Internetseite von 106 Einsätzen für die Feuerwehr.

13.25 Uhr: Während sich die Lage in Bocholt langsam entspannt, berichtet die Pressestelle des Kreis Borken von 350 laufenden Einsätzen von Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Bei der Kreispolizei seien im Laufe des Vormittags über 200 Notrufe eingegangen, Personen seien bislang nicht verletzt worden.

13.02 Uhr: Am Historischen Rathaus in Bocholt haben sich einzelne Dachziegel gelöst und sind heruntergestürzt. Einer davon traf das Dach eines geparkten Autos. Der Bereich vorm Rathaus wurde deshalb jetzt mit Flatterband abgesperrt.

© Jochen Krühler

Vom Dach des Historischen Rathauses stürzte ein Ziegel auf ein Autodach.

12.45 Uhr: Auch die Windmühle in Hamminkeln hat es erwischt: Der Sturm hat dort einen Teil eines Flügels abgerissen. Ansonsten liegen in Dingden und Hamminkeln hier und da Dachziegel auf der Straße.

12.40 Uhr: Die Mullabfuhr hat ihre Touren für die Papiertonnen eingestellt. „Sofern es der Sturm zulässt, werden die bereitgestellten Restmüllgefäße vom ESB geleert“, heißt es von Seiten der Stadt. Leere Mülltonnen sollten „zeitnah“ auf die privaten Grundstücke gestellt werden.

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"Friederike" fegt durch die Region

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12.36 Uhr: Stromschwankungen im Rheder Netz verursachen in Häusern mit Brandmeldeanlagen, zum Beispiel in Altenheimen Technikalarm.

12.30 Uhr: Im Kreis Borken ist der Notruf überlastet. In der Warn-App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz heißt es, medizinische Notfälle sollen unter 02861/19222 gemeldet werden.

© Jenni Holdschlag

Das Dach dieser Gartenhütte auf dem Binnenkamp ist vom Wind abgerissen worden.

12.16 Uhr: „Aktuelle spitzt es sich auch in Rhede zu“, sagt Dennis Walk von der Feuerwehr Rhede. „Wir haben mehrere Straßen, die durch umstürzende Bäume blockiert werden. Wir sperren gerade die alte B67 und die Brüner Straße, weil dort mehrere Bäume liegen.“

12.13 Uhr: Die Stadt Bocholt hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Nummer lautet 02871 2103-406.

© Gregor van de Sand

An der Schollstraße stürzten Bäume an einer Garage um.

12.08 Uhr: Auch die Windmühle in Werth hat es erwischt: Ihre Flügel sind teilweise abgebrochen und herabgestürzt.

© Hans Glader

Die Flügel der Turmwindmühle in Werth sind beschädigt und teilweise herabgestürzt.

12.00 Uhr: Die Linien C7 (Suderwick) und C8 (Barlo) fahren aufgrund mehrerer umgestürzter Bäume nicht mehr. „Dies gilt auch für die Linie C11 (Bocholt-Aalten)“, heißt es auf der Internetseite der Stadtbusgesellschaft.

11.55 Uhr: Im Bocholter Industriepark hat der Sturm Teile eines Flachdachs einer Halle abgerissen. Feuerwehr und Polizei haben die Gegend am Schlavenhorst weiträumig abgesperrt. Betroffen ist die Halle der Norstar GmbH.

© Eva Dahlmann

Nach einem „Dachpfannenschauer“ wurde auch die Neustraße in Rhede gesperrt.

11.45 Uhr: Auch auf der Rheder Neustraße hagelte es zwischenzeitig Dachpfannen. Die Straße ist inzwischen ebenfalls gesperrt. „Die Zu- und Abfahrt vom Hamalandplatz ist aktuell nur über die Hardtstraße möglich“, schreibt Thorsten Merian von der Stadt Rhede.

11.43 Uhr: Die Stadt hat den Stadtwald „großflächig“ gesperrt, auch die Zufahrt von Rhede. Derzeit melde die Feuerwehr allein in Bocholt 35 Einsätze.

11.37 Uhr: Der Stadtbus fährt weiter. Wie die Stadtbusgesellschaft auf ihrer Internetseite schreibt, seien die Fahrer dazu angehalten, nicht schneller als 40 km/h zu fahren. Darum werde es voraussichtlich „geringere Verspätungen“ geben.

11.31 Uhr: Die BEW berichtet inzwischen von drei größeren Stormausfällen im Stadtgebiet, in Mussum, Stenern und an der Sporker Ringstraße. Techniker seien an allen drei Stellen im Einsatz, heißt es.

© Sebastian Renzel

Auch am Robert-Koch-Ring in Stenern liegt ein Baum auf der Straße. Die Straße ist in Höhe der Stadtsparkasse gesperrt.

11.30 Uhr: Es fahren zurzeit keine Züge zwischen Bocholt und Wesel. Betreiber Abellio hat seinen gesamten Zugverkehr am Niederrhein auf allen Linien wegen der Wetterlage eingestellt.

11.27 Uhr Der Westringtunnel in Bocholt ist gesperrt.

11.26 Uhr Auch die Stadt Bocholt hat einen Informationsdienst zum Unwetter eingerichtet.

11.15 Uhr: Am Nordwall in Bocholt vorm Baccara sind Dachziegel und eine Außenwerbung heruntergekommen. Die Stadt Bocholt rät zurzeit, sich nicht draußen aufzuhalten. Die Zufahrt zur Ravardistraße wurde an dieser Stelle inzwischen abgesperrt.

© Sven Betz

Auf vielen Straßen liegen herabgestürzte Dachziegel.

11.05 Uhr Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz. In Isselburg ist ein Baum auf eine viel befahrene Straße gestürzt. Dort ist der Anholter Löschzug im Einsatz.

© Oliver Kiefmann

Im Isselburger Stadtgebiet sind Bäume umgestürzt.

10.46 Uhr In Mussum war zeitweise der Strom ausgefallen, nachdem ein Baum auf eine Freileitung gestürzt war. Das betätigt Michael Lütfring von der Bocholter Energie- und Wasserversorgung (BEW). Der Strom sei inzwischen umgeleitet, der Baum müsse aber noch entfernt werden. Daher sei im Bereich der Mussumer Schule der Strom noch immer nicht wieder da. Die Techniker seien jetzt auf dem Weg nach Stenern, um dort einen Stromausfall zu prüfen. Die BEW berichtet auf ihrer Internetseite über aktuelle Entwicklungen.

„Friederike“ ist da. Seit heute Morgen pfeifen heftige Windböen durch die Region. Der Deutsche Wetterdienst hat für den Norden Deutschlands eine Warnung veröffentlicht. In der Unwetterzentrale der MeteoGroup gilt für den Kreis Borken die höchste Warnstufe.

Wie berichtet hatten bereits gestern viele Schulen und Kindergärten in Bocholt und der Region angekündigt, den Unterricht am heutigen Tag ausfallen zu lassen. Die Bezirksregierung betont, dass die Betreuung von Schülern, die dennoch in die Schule kommen, gewährleistet sei.

Das Schild am Aldi-Markt an der Lindenstraße in Rhede wurde kurzerhand abmontiert.


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