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Bocholt

Trauerhalle könnte doch gebaut werden

ESB soll Investition auf dem Friedhof finanzieren

Mittwoch, 7. November 2018 - 16:20 Uhr

von Carola Korff

Bocholt - Sie stand schon auf der Streichliste, nun soll sie doch gebaut werden: Die neue Friedhofshalle könnte aus dem Budget des Entsorgungs- und Servicebetriebs (ESB) finanziert werden. Das schlägt die Verwaltung nach BBV-Informationen dem Rat vor. Stadtbaurat Daniel Zöhler teilte die Pläne vorab per Mail den Mitgliedern des Umwelt- und des ESB-Betriebsausschusses mit.

Foto: Betz

Die alte Trauerhalle ist zu klein. Seit Jahren wird über einen Neubau diskutiert – jetzt könnte er doch noch kommen.

Politiker, Kirchengemeinden und Bestatter befürworten den Neubau. Doch schon im November 2017 erklärte Fachbereichsleiter Reinhold Wilke im Umweltausschuss, um den Schuldendeckel einzuhalten, sei der Haushaltsansatz für die Trauerhalle gestrichen worden. Auch für 2019 stand die Investition wieder auf der Streichliste.

Dennoch ist der Neubau nach Ansicht der Verwaltung dringend erforderlich und betriebswirtschaftlich sinnvoll. Deshalb habe er sich mit Wilke und ESB-Betriebsleiter Gisbert Jacobs zusammengesetzt, bestätigte Zöhler auf BBV-Nachfrage. Die Investition könne über den Vermögensplan des ESB abgewickelt werden, so der Vorschlag des Verwaltungsvorstandes. Immerhin ist der ESB auch jetzt schon Friedhofsdienstleister und stellt neben der Pflege der dortigen Grünflächen unter anderem auch das Personal der Friedhofsverwaltung.

Die Refinanzierung der Investition erfolge über Gebühren, denn mit Blick auf das verbesserte Angebot sei eine Gebührensteigerung aus Sicht der Verwaltung vertretbar, schrieb Zöhler den Politikern. Zumal die Gebühren schon jahrelang konstant seien. Eine neue Friedhofshalle belaste den städtischen Haushalt daher nicht.

Da eine Investition über den ESB als „Umgehen des Schuldendeckels“ gewertet werden könnte, solle der Rat nun am 21. November eine Grundsatzentscheidung fällen. Eine entsprechende Sitzungsvorlage soll am Freitag veröffentlicht werden. Der Neubau könnte dann in die anstehenden Haushaltsplanberatungen aufgenommen werden und in der Ratssitzung im Dezember endgültig auf den Weg gebracht werden.

Die Neubaupläne

Die neue Aussegnungshalle soll nach den Plänen des Münsteraner Architekturbüros eine neue Zufahrt von der Moltkestraße aus bekommen. Das Gebäude hat große Glasschiebetüren und kann bei großen Beerdigungen zur Westseite geöffnet werden. Der Hof kann so als Erweiterung genutzt werden. Zudem ist die Halle komplett barrierefrei.

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