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Bocholt

Weiße Pfeile auf alten Wänden erinnern an den Krieg

Freitag, 22. März 2013 - 11:22 Uhr

von Jochen Krühler

Bocholt - An manchen alten Hauswänden in Bocholt findet man sie noch: Weiße Markierungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Pfeile an Hauseingängen oder über Kellerfenstern wiesen auf Luftschutzkeller hin.

Foto: BBV

Teilweise sind die Markierungen auch nach fast 70 Jahren noch deutlich zu sehen - wie hier in einem Hinterhof auf der Werderstraße. Foto: Sven Betz

Zu sehen sind diese Pfeile – mal mehr, mal weniger verwittert – unter anderem noch auf der Werderstraße, der Blücher- und Gneisenaustraße oder rund um den Beckmannplatz. „Noch heute findet man bestimmt an 20 bis 30 Stellen in Bocholt solche Pfeile“, sagt Margret Bongert vom Verein für Heimatpflege Bocholt.

Die Pfeile hätten früher allgemein die Funktion gehabt, Passanten auf vorhandene Luftschutzkeller hinzuweisen, so Bongert. In Bocholt seien sie jedoch vor allem für Rettungstrupps gedacht gewesen, die nach einem Bombenangriff auf der Suche nach Überlebenden waren. Durch die Markierungen wurden sie schneller auf die Schutzräume aufmerksam, so Bongert.

Foto: BBV

Sandra Welling zeigt einen Pfeil auf ihrem Haus auf der Werderstraße. Foto: Sven Betz

Die Pfeile hätten ursprünglich im Dunkeln geleuchtet, berichtet Sandra Welling, an deren Haus auf der Werderstraße auch mehrere Markierungen aufweist. Das habe ihr ein älterer Nachbar erzählt. Die Farbe zu entfernen, sei übrigens fast aussichtslos. „Da kann man scheuern, wie man will – die kriegt man nicht ab.“

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Rätselhafte Pfeile an Hauswänden


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