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Bocholt

Wieder weniger Müll in Bocholt

ESB stellt im Betriebsausschuss Abfallbilanz 2017 vor

Montag, 5. März 2018 - 17:07 Uhr

von Ludwig van der Linde

Bocholt. Nach dem Anstieg 2016 haben die Bocholter im vergangenen Jahr wieder weniger Müll produziert. Der Entsorgungs- und Servicebetrieb (ESB) Bocholt musste laut Abfallbilanz 2017 insgesamt 37602 Tonnen entsorgen und damit gut zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

Foto: Sven Betz

Ein möglicher Grund hierfür: Starkregen, der im Juni 2016 zu Hochwasser führte und damit Gegenstände in vollgelaufenen Kellern und überschwemmten Gärten unbrauchbar machte, gab es im vergangenen Jahr nicht.

Das sei eine mögliche Erklärung dafür, warum zum Beispiel die Restmüllmenge im vergangenen Jahr auf 13679 Tonnen (2016: 13819 Tonnen) zurückgegangen sei, sagte Jutta Overkamp in der jüngsten Sitzung des ESB-Betriebsausschusses. Die ESB-Geschäftsbereichsleiterin stellte die wichtigsten Zahlen aus der Abfallbilanz vor.

Während auch die Menge an Problemabfällen abgenommen habe (das BBV berichtete vorab), sei sie beim Sperrmüll gestiegen. Und zwar von 975 Tonnen auf 998 Tonnen (plus 2,4 Prozent). Der Trend der vergangenen Jahre setzte sich damit fort. „Wir nutzen unsere Möbel heute immer kürzer“, sagte Overkamp. Statt Eiche würden Produkte bevorzugt, die eine nicht so lange Lebensdauer hätten.

Foto: ESB Bocholt/Kirsten Schmitz

Die Statistik zeigt, welche Müllmengen in den vergangenen vier Jahren in Bocholt in bestimmten Bereichen angefallen sind.

Bei den Abfällen, die verwertet werden, fällt Glas ein wenig aus der Rolle. Hier stieg die Abfallmenge um fast 7,5 Prozent auf 1557 Tonnen an. Bei Glas seien die Werte stark schwankend, berichtete Overkamp. So waren sie von 2015 auf 2016 noch um fast 6,2 Prozent gesunken. „Vielleicht haben die Bocholter 2017 ein bisschen mehr Wein getrunken“, führte Overkamp scherzhaft als Erklärung für den jetzigen Anstieg an.

Bei Papier (minus 3,2 Prozent), Bioabfall (minus 2,8 Prozent) und sperrigen Grünabfällen (minus 9,1 Prozent) gingen die Mengen deutlich zurück. Für die beiden letzt genannten Müllarten führte Overkamp als möglichen Grund einen Trend an, der sich abzeichne: weg von arbeitsintensiven grünen (Vor-)Gärten hin zu pflegeleichten mit Kies und Pflastersteinen. Aber auch das Wetter und damit die Bedingungen für die Pflanzen spiele bei den Zahlen für sperrige Grünabfälle immer eine Rolle. Und da seien die Wetterverhältnisse 2016 besser gewesen.

Die Verwertungsquote beim Müll lag im vergangenen Jahr in Bocholt bei 60,7 Prozent und ist damit gegenüber 2016 erneut leicht gesunken (minus 0,4 Prozentpunkte). Zum Vergleich: 2014 konnte der ESB noch 61,5 Prozent der gesamten Abfälle wiederverwerten. „Es gibt leider den allgemeinen Trend, dass das Bewusstsein, Abfall zu trennen, ein bisschen nachgelassen hat. Und der ist auch auf Bocholt übertragbar“, sagte ESB-Leiter Gisbert Jacobs. Der ESB müsse immer wieder Impulse geben, dass Abfalltrennung nach wie vor Sinn habe. Trotzdem stehe Bocholt im Landesvergleich immer noch gut da, denn in NRW liege die Verwertungsquote zwischen 50 und 55 Prozent.

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