Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
Hamminkeln

Letzte Ausstellung des Plugin-Projektes

Die Künstler stehen im Fokus

Donnerstag, 18. Oktober 2018 - 15:08 Uhr

von Stefan Pingel

Hamminkeln-Ringenberg - Z - der letzte Buchstabe im Alphabet und die letzte Ausstellung im Schloss Ringenberg. Jedenfalls unter der Regie der Derik-Baegert-Gesellschaft im Rahmen des Plugin-Projektes.

Foto: Stefan Pingel

Anne Krönker (von links), Domas van Wijk, Youri David Appelo, Stefan Ramírez Pérez, Marian Stindt, Jonas Maas, Barbara Walbrun und Christof John gestalten die letzte Ausstellung im Ringenberger Schloss.

Bevor die letzten Stipendiaten am Jahresende ihre Koffer packen, präsentieren sie noch einmal ihre Werke, die im Laufe des Jahres im Schloss entstanden sind – oder aber kurz vor der Ausstellungseröffnung am Samstag, 20. Oktober, um 17 Uhr noch im Entstehen sind.

Kuratiert wurde die Ausstellung ebenfalls wieder von zwei Stipendiaten: Marian Stindt und Youri David Appelo sehen die Künstler im Fokus der Ausstellung „Z“. Ihre Aufgabe sei es gewesen, deren Werke auf passende Weise zu präsentieren. Im Fall von Christof John und Barbara Walbrun galt es zum Beispiel, kleine Gemälde und Skulpturen in einem großen Raum zu positionieren.

Beide Künstler spielen mit verschiedenen Ebenen. Walbrun verbindet zum Beispiel in ihren Werken das Zwei- und Dreidimensionale. Eine an der Wand hängende Plastik wirkt beim Betreten des Raumes noch wie eine Linie, bevor sie ihre Tiefenwirkung zeigt. Und auch Johns Malereien verbinden das Abstrakte mit dem Gegenständlichen. Deren Grenzen verschwimmen.

Einen Raum weiter flattert das Band einer Videokassette im Windstoß eines Ventilators. Domas van Wijk hat zwei Filme aus dem schützenden Mantel ihrer VHS-Kassette geholt. Mal flattert das Zelluloid im Wind, mal windet es sich um einen Gitarrenhals. Die Protagonisten aus den Filmen bekommt der Besucher so nicht zu Gesicht, im einen Fall ist es der Maler Jean-Michel Basquiat, im anderen Fall der Killerwal aus dem Film „Free Willy“. Beide sind laut Domas „Opfer der Massen“.

Opfer sind auch vier Mädchen im Jahr 1900 am Hanging Rock in Australien geworden. Stefan Ramírez Pérez hat den Film „Picknick am Valentinstag“ von Peter Weir in seinem eigenen Studio mit einfachen Mitteln nachempfunden.

Während die Entstehung des Films länger dauerte, befanden sich Anne Krönker und Jonas Maas am Donnerstag noch voll im Schaffensprozess. Maas wird die große Wand im Rittersaal mit einem Raster aus gleich großen Bildern belegen. Viele kleine Bildfragmente ergeben ein Gemälde. Anne Krönker hat dafür in Ringenberg ihre Leidenschaft für Glas entdeckt.

Ein Glaser aus Bocholt hat ihr gezeigt, wie sie mit dem Material arbeiten kann. Mit UV-Lampe und -Kleber fertigt sie jetzt eine acht Meter lange Skulptur aus Glas, Spiegeln und Steinen, die als Diagonale im Raum liegen soll.

Ein Wort des Abschieds vermeidet Dr. Gudrun Bott. Die künstlerische Leiterin der Derik-Baegert-Gesellschaft wird bis zum 30. Juni 2019 mit ihrem langjährigen Kollegen Marcus Lütkemeyer das Plugin-Projekt zum Abschluss bringen, berichtete sie am Donnerstag. Die Zukunft des Schlosses – wieder ein Wort mit Z – ist noch ungewiss. Aber es gibt Gespräche zur weiteren Nutzung.

Die letzten Plugin-Ausstellungen

Die Ausstellung „Z“ wird am Samstag, 20. Oktober, um 17 Uhr eröffnet. Sie läuft bis Sonntag, 9. Dezember, und ist freitags und samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Am 1. und 2. Dezember bleiben die Ausstellungsräume geschlossen.

Im nächsten Monat wird außerdem die letzte externe Ausstellung im Düsseldorfer KIT (Kunst im Tunnel) eröffnet. Dort sind vom 24. November bis 10. Februar unter dem Titel „Words don’t come easy – money doesn’t either“ die Arbeiten von Eric Peter, Isabella Fürnkäs, Juan Pérez Agirregoikoa und Hanne Lippard zu sehen.

Ihr Kommentar zum Thema

Letzte Ausstellung des Plugin-Projektes

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha