Hamminkeln

Mehrere Einsätze auf schneeglatter Fahrbahn in Hamminkeln

Bauhof-Mitarbeiter im ständigen Räumungseinsatz

Montag, 8. Februar 2021 - 16:55 Uhr

von Nikolaus Kellermann

Hamminkeln - Seit der Nacht zu Sonntag schneit es in vielen Orten in NRW fast ohne Unterbrechungen. Und während Familien diesen Umstand für Ausflüge mit dem Schlitten ausnutzen, bedeuten die Schneemassen auf den Straßen für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes viel zusätzliche Arbeit.

© Sven Betz

Trotz andauernder Räumung sind die meisten Ziele in der Region derzeit am besten zu Fuß zu erreichen.

„Die Stimmung bei uns ist trotzdem gut“, sagt Bauhofleiter Hermann Flores. Vier Großfahrzeuge und drei Kleinschlepper seien den ganzen Tag im Stadtgebiet unterwegs, um zu räumen. Gestreut werde aber nur, solange es nicht zu kalt ist. „Wir streuen bei Temperaturen bis 5 oder 6 Grad unter null. Wenn es kälter wird, bringt das Salz nichts mehr“, sagt Flores. Gerade im Laufe der Woche sollen die Temperaturen noch einmal deutlich weiter abstürzen.

Beim Räumen konzentriere man sich besonders auf die Stellen, die Gefahrenpunkte seien: Kreuzungen, Steigungen und Unfallschwerpunkte. Die Schulwege seien derzeit aufgrund des Lockdowns nicht relevant. Täglich werde im Stadtgebiet auf einer Strecke von 150 Kilometern gestreut, sagt Flores – zwischen 30 und 40 Tonnen Salz werden dabei am Tag verwendet. 250 Tonnen Streusalz werden in Hamminkeln vorgehalten, sagt Flores.

Für die Polizei im Kreis Wesel gab es am Montag reichlich zu tun: 36 witterungsbedingte Einsätze habe es kreisweit gegeben, Hamminkeln sei dabei ein „kleiner Schwerpunkt mit massiven Schneemassen“, wie die Kreispolizei mitteilt. Neben zahlreichen kleineren Einsätzen habe es in Hamminkeln auch drei größere gegeben, sagt Polizeisprecher Dominik Flinkert. Ein Lkw habe in Marienthal zeitweise eine Kreuzung an der B 70 blockiert, auf der B 473 hätten sich gleich drei Lkw hintereinander festgefahren. Insgesamt sei es jedoch sehr ruhig. „Wir haben den Eindruck, die Verkehrsteilnehmer passen sich gut der Situation an“, sagt Flinkert.

Für die Feuerwehren in Hamminkeln und Dingden gab es am Sonntag und Montag wenig zu tun. Während der Löschzug in Dingden laut Leiter Wolfgang Sack keinen wetterbedingten Einsatz hatte, musste die Feuerwehr in Hamminkeln laut Wehrführer Michael Wolbring zu einer Biogasanlage ausdrücken, deren Dach stellenweise vom Schnee eingedrückt worden war. Er hofft, dass es in den kommenden Tagen nicht weitere Schneefälle gibt, denn die verschneiten Straßen hätten natürlich Auswirkungen auf die Zeit, die man bis zum Einsatzort benötige.

Viele Leute würden sich außerdem darum sorgen, wie sie trotz glatter Straßen zum Impftermin zur Niederrheinhalle nach Wesel kommen könnten, sagt Hermann Flores. Der Krisenstab des Kreises hatte am Sonntag mitgeteilt, dass Termine, die für Montag abgesprochen worden seien, unbürokratisch auch am Dienstag wahrgenommen werden könnten.

Beim Räumen auf Hydranten achten

Wehrführer Michael Wolbring bittet alle, die vor ihrer Einfahrt Schnee räumen, darauf zu achten, Hydranten nicht zu verschütten. „Auch im eigenen Interesse“, sagt er. Natürlich habe die Wehr beim Einsatz immer auch Wasser dabei, trotzdem sei es wichtig, die Arbeit der Einsatzkräfte nicht unnötig zu erschweren.


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