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Hamminkeln

Politik fürchtet „zu viele Häuptlinge“ im Rathaus

Ärger über den Stellenplan

Donnerstag, 1. März 2018 - 19:29 Uhr

von Stefan Pingel

Hamminkeln - Der Radarwagen kommt (vorerst) nicht; die Stadtbücherei soll ausgebaut werden; und die Politik übt Kritik am Stellenplan. Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Donnerstag über die letzten Details des Haushalts 2018 beraten. Der Rat soll in zwei Wochen das Zahlenwerk verabschieden.

Foto: Stefan Pingel

Die Politik übt Kritik am Stellenplan der Verwaltung: Im Baubereich sollen zwei Fachdienstleiter eingestellt werden, die als Führungspersonen Vorstandsbereichsleiter Bernhard Payer entlasten.

Lange Diskussion gab es um den Stellenplan, der für den technischen Bereich eine neue Fachdienstleiterebene vorsieht. „Zu viele Häuptlinge“, kritisierte Johannes Flaswinkel (Grüne). Vor allem befürchtete die Politik die langfristigen Personalkosten“, so Silke Westerhoff (FDP). Auch der designierte CDU-Fraktionschef Dr. Dieter Wigger sah den Stellenplan „mit Bedenken“. Er forderte bei einer zusätzlichen Führungsebene dann aber auch eine „optimierte Aufgabenabwicklung“. Die Stadt habe einige große Bauprojekte vor der Brust, stellte er fest.

Die ist nach Meinung von Vorstandsbereichsleiter Bernhard Payer derzeit nicht optimal: Im Gegensatz zu den anderen Vorstandsbereichen, wo es bereits Fachdienstleiter gibt, sind ihm 104 Mitarbeiter direkt unterstellt. „Das ist nicht umsetzbar“, sprang ihm auch Bürgermeister Bernd Romanski bei. Zwei Fachdienstleiter sollen das jetzt abfedern. Die werden aber natürlich auch im normalen Arbeitsgeschehen involviert sein. „Die Verwaltung ist gar nicht groß genug, um reine Führungsaufgaben zu übernehmen“, stellte er fest.

Wie erwartet gab es gestern keine Mehrheit für den Kauf eines Radarwagens zusammen mit der Stadt Voerde. Die CDU setzte sich damit durch, das Thema ins nächste Jahr zu verschieben. Derzeit dürfe eine Stadt in der Größe Hamminkelns nicht selbst blitzen, sagte Wigger. Und es sei nicht absehbar, ob die Gesetzesnovelle in diesem Jahr kommt. Bürgermeister Bernd Romanski hatte vorher noch einmal versichert, dass es nicht um die Geldeinnahmen gehe. Aber es gebe genügend Stellen, wo Bürger über zu hohes Tempo klagen. Er nannte als Beispiel den Bramsberg in Brünen. Der Kreis blitzt dort nicht, stellte er fest.

Außerdem will die Politik in der Stadtbücherei eine Online-Ausleihe ermöglichen. Es steht aber noch nicht fest, ob das tatsächlich mit eigenen Mitteln geschieht. Herbert Tekaat (SPD) brachte eine Kooperation mit der Pfarrbücherei Dingden ins Spiel, die ja schon über eine E-Book-Ausleihe verfügt (das BBV berichtete). Auch Dieter Genterzewsky pflichtete ihm bei: „Wir müssen das Rad nicht zweimal erfinden“, stellte er fest. Vorstandsbereichsleiter Jürgen Palberg will jetzt bis zur Ratssitzung Kontakt mit der Pfarrbücherei aufnehmen, um über eine mögliche Kooperation zu sprechen. Sollte die Stadt selbst eine Bibliothekarin einstellen, könnte man natürlich auch die Öffnungszeiten der Bücherei ausweiten.

Grundschule Mehrhoog

Zusätzlich zum Ausbau der Gesamtschule wird die Stadt auch mit dem Neubau der Grundschule Mehrhoog beginnen. Dafür stehen in diesem Jahr 800000 Euro und nächstes Jahr 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Im Planungsausschuss sollen die Gutachter noch einmal dazu Stellung nehmen, ob sich mit einem zwei- statt dreizügigen Ausbau der Standort an der Halderner Straße ändert.

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